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DAS RADSPORT & LIFESTYLE MAGAZIN SEPTEMBER/OKTOBER 2012 | 3,20 EUR Race Across Amerika "Der Hintern, der ist bald verheilt" 4810 km quasi Non-Stop im Sattel. Christoph Strasser über die Mission RAAM. Krafttraining Olympic Heroes Österreich-Rundfahrt Szene Aktuell

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Hermann Pernsteiner setzt auf OUTWET und WHYTE UCI S1 Alpentour Trophy: 2x bester Österreicher mit dem WHYTE 20 C Teambike (ab EUR 2.499) und Outwet Protego. Mit Erfolg. www.feineteile.at

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outline iM ZEicHEn DEr ringE Am Sontag, den 12. August waren wir Zeuge der großartigen Vorstellung von Alex Gehbauer beim Olympia Cross Country Race. Der Kärtner beeindruckte mit der fünftschnellsten Startrunde und lag lange Zeit nur 20 Sekunden hinter der Spitzengruppe. Am Ende wurde es der hart erkämpfte 9. Gesamtrang für den Villacher und ein großer Tag für den Österreichischen MTB Sport. Charly Markt beendete das Rennen nach Sturz kämpferisch auf Platz 20, die Top15 wären auch für ihn in Reichweite gewesen. Seite 43 Wir haben die Olympic Heroes, die Radsporthelden von Olympia in einer Bilderstory zusammengefasst. Ob Straße, Bahn, BMX oder Mountainbike, alle haben sie in London Geschichte geschrieben. Seite 8 Was wären die Radsportler ohne ihr Betreuerteam? Wir haben uns mit den beiden Chefmechanikern der Teams Topeak Ergon und Felt Ötztal Xbionic getroffen und über das Leben hinter den Kulissen gesprochen. Seite 44 Was sich sonst noch so abspielt in der Szene, liest du in unserer Rubrik "Aus der Radsportrszene". Seite 33 IMPRESSUM: Erscheinungsort: Bad Mitterndorf; Herausgeber und Medieninhaber (Verleger): Verein proRAD; Geschäftsführung: Manuel Pliem, Walter Pliem, Thomas Hofer, Hauptstraße 14, 8983 Bad Mitterndorf, www.radsportszene.at, magazin@radsportszene.at Redaktionelle Leitung: Maria Kumric (maria.kumric@radsportszene.at), Matthias Grick (matthias.grick@radsportszene.at) Manuel Pliem (manuel.pliem@radsportszene.at); Redaktionelle Mitarbeit: Helmut Fuchs, Robert Rassinger, Martin Gaber, Gerald Weixelbaumer, Bettina Schwaiger Grafik/Illustration: Manuel Pliem, Maria Kumric, Maria Kanzler; Anzeigen: Manuel Pliem; Fotos: Walter Pliem, Darius Kromoser, Sportograf, Fotolia.de, RedBull Photofiles; Aboservice: abo@radsportszene.at; Händlerbetreuung: Matthias Grick (matthias.grick@radsportszene.at); Kleinanzeigen: kleinanzeigen@radsportszene.at Haftungsausschluss: Die Autoren übernehmen keinerlei Gewähr für Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen die Autoren, welche durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden sind grundsätzlich ausgeschlossen, sofern seitens der Autoren kein nachweislich vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verschulden vorliegt. Titelbild: Karelly - Lupispuma.com DiE näcHsTE AUsgAbE DEr rAD.sPOrT.sZEnE ErscHEinT AM 1. nOvEMbEr 2012 Inzwischen findest Du laufend RAD.SPORT.SZENE News auf unserer Homepage unter www.radsportszene.at

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POST auS LOndOn Diese Nachricht ei erreichte uns dr Tage vor dem Olympiarennen. London! Grüße aus eg ins ade am W ir sind ger W einir-Haus zu sterreiche Ö Morgen eterminen. gen Press trecke auf der S wird noch teht bis und dann s traininert n am egeneratio Sonnntag R um 14:30. . Start ist Programm ert sich e präsenti Die Streck d durch uchsvoll un sehr anspr Kurs ahrer am die vielen F Steine mer mehr kommen im e Drumd das Ganz heraus. Un t schon Olympia ha herum bei was. uer und Alex Gehba rkt Charly Ma .SPOR An die RAD Hauptstraß e 14 T.SZENE Mitterndor 8983 Bad Österreich

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Muskelkraft Outline Hinter den Kulissen des Weltcupsports Christoph Strasser AMAZING PICS 8 Olympic Heroes Fotos: Preidler; Niki Wagner; Strasser; Topeak Ergon Racing; Team Felt Ötztal Xbionic Die Ö-Tour 2012 CRACKZ 12 RAAM - 4810 km im Sattel Radsportler, die Geschichte geschrieben haben 30 Muskelkraft & Krafttraining Periodisierung des Trainings und wie die Muskulatur funktioniert. AUS DER RADSPORtSZENE: 36 Österreich Rundfahrt 2012 20 Verena Krenslehner Österreichs Staatsmeisterin 2011 und 2012 über Sport, Familie und Beruf. 24 Editions Recipe: Polenta Kraftquelle für Höchstleistungen. Inkl. Rezepte zum Nachmachen. 25 Radschlauch mal anders Stylische Accesoires aus alten Fahrradschläuchen. 26 Old but still trendy Ein kurzer Ausritt in ein Radmuseum. Interview mit Christoph Strasser. SPIRIt & LIFEStYLE SCIENCE 28 Die richtige Sitzposition 35 Österreichische Meisterschaften Ein kurzer Rückblick. 42 MTB Szene News Aktuelles aus der Welt des Bikesports. Mit Markus Kopfauf, Markus Pekoll und Alban Lakata 43 unsere XC Asse bei Olympia Alex Gehbauer in den Top10. 44 Knochenjob Betreuer Die Männer hinter den Kulissen. 48 Charlys Singletrail Training im Ötztal Mit dem Olympia-Teilnehmer und Staats meister von 2011 auf Biketour. Georg Preidlers Tour-Nachbericht, der Sieger des Bergtrikots. Mit dem Team RAD.SPORT.SZENE Aus seerland bei Bernhard Schimpl.

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amazing pics around cycling OlYMPic HErOEs Die Radsporthelden von London. 13 12 11 Die ganze Welt blickte auf die Olympischen Spiele 2012. Diese sind nun Geschichte, doch die siegreichen Athleten werden für die Ewigkeit Helden bleiben. Hier einige goldene Fotos 1 | Das Straßenrennen der Herren eröffnete die Radbewerbe der Sommerspiele 2012. Ganz Großbritannien erwartete einen Sprint-Sieg ihres Helden Mark Cavendish, doch es sollte alles ganz anders kommen. Altmeister Alexandr Vinokurov setzte im richtigen Moment der Attacke des Kolumbianers Rigoberto Uran nach und die beiden konnten sich aus der Spitzen- gruppe absetzen. Auf der Zielgeraden ließ "Vino" seinem Kontrahenten keine Chance. Der Kasache sicherte sich nun am Ende seiner von einer Dopingsperre überschatteten Karriere, einen seiner größten Siege. Uran freute sich über Silber, Bronze sicherte sich der Norweger Alexander Kristoff. 2 | Aufs Straßenrennen der Herren

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amazing pics around cycling 8 | Kristina Vogel und Miriam Welte sorgten für eine der drei Bahn-Goldmedaillen die nicht nach Großbritannien gingen. Sie siegten im Team Sprint, nachdem die Chinesinnen wegen inkorrekter Fahrweise disqualifiziert wurden. 12 11 9 | Lasse Norman Hansen bescherte Dänemark einen goldenen Erfolg. Er siegte im Omnium knapp vor dem Franzosen Bryan Coquard und Ed Glancy (GB). 10 | Ein richtiges Spektakel waren die BMX Bewerbe. Die Fahrer und Fahrerinnen begeisterten die Zuseher mit waghalsigen Manövern, hohen und weiten Sprüngen sowie packenden Positionskämpfen um jeden Zentimeter. Im Damenfinale siegte Mariana Pajon aus Kolumbien, vor der Neuseeländerin Sarah Walker und Laura Smulders aus den Niederlanden. Finale der Herren durch Maris Strombergs. Silber ging an Sam Willoughby aus Australien und Bronze an Carlos Mario Oquendo Zabala aus Kolumbien. Radbewerbe bildeten die Cross Country Rennen der Mountainbiker. In souveräner Manier gewann bei den Damen die Französin Julie Bresset vor Sabine Spitz, die zum Abschluss ihrer Karriere nochmal die Silberne abräumte. Bronze gab es für Georgia Gould (USA). 11 | Gold für Lettland gab es im 12 | Den Abschluss der olympischen folgte der große Showdown der Damen. Gold im Regen von London holte sich Marianne Vos aus den Niederlanden, vor der Britin Lizzie Armitstead. Bronze ging an Russlands Olga Zabelinskaya. 3 | Der Sieg des großen britischen Helden. Bradley Wiggins siegte im Zeitfahren souverän und brachte die Zusehermassen zum toben. Tour de France Sieg und olympisches Gold in derselben Saison. Zu Silber fuhr der Deutsche, Toni Martin, mit Bronze wurde Wiggins Edelhelfer, Christopher Froom belohnt. 4 | Das Zeitfahren der Damen ging an die USA. Kristin Armstrong verwies die Deutsche Judith Arndt auf Rang 2 und die Russin Olga Zabelinskaya auf Rang 3. 5, 6 und 7 | Chris Hoy Superstar! Die Wettbewerbe auf der Bahn standen ganz klar unter der Flagge Großbritanniens. In 7 von 10 Bewerben holten die Briten Gold. Der große Superstar, Sir Chris Hoy durfte sich wie seine Teamkollegen Jason Kenny und Laura Trott, gleich zwei Goldmedaillen umhängen. Hoy sicherte sich Gold im Teamsprint mit Weltrekordzeit, zusammen mit Philip Hindes und Jason Kenny, sowie Gold im Kerin Bewerb. Im Team Zeitfahren ging der Sieg über Ed Clancy, Geraint Thomas, Pete Kennaugh und Steven Burke. Bei den Damen sorgten Joanna Rowsell, LauraTrott und Dani King für Gold. Trott verdoppelt die Goldsammlung beim Omnium Race. Für einen goldenen Abschied der Veranstalter-Nation sorgten Victoria Pendleton und Jason Kenny im Sprint. 13 | Der absolute olympische Rad- Höhepunkt war das Cross Country Rennen der Herren. Der Kampf zwischen den Giganten der Szene war an Spannung kaum zu überbieten. Die letzte Runde war nochmals von ständigen Attacken geprägt und erst im Zielsprint setzte sich Jaroslav Kulhavy aus Tschechien, hauchdünn vor dem Schweizer Weltcupsieger Nino Schurter, durch. Der Held des Rennens war Marco Aurelio Fontana (ITA), der sich ohne Sattel auf Rang 3 rettete.

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amazing pics around cycling Bei den österreichischen XC-Staatsmeisterschaften 2012 in Laßnitzhöhe mussten sich die Starter unter extremen Bedingungen durch den Kurs kämpfen. Die ständige Suche nach Traktion und unfahrbare Uphills waren - neben den Mitstreitern - die härtesten Gegner. Hier zu sehen: RAD.SPORT.SZENE Ausseerland Teamrider Matthias Grick im Anstieg, genannt "Lustkiller". Foto: Reinhard Bscherer Die ScHlAMMScHlAcHT Von lASSniTzHöHe

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Amazing pics around cycling

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Crackz Christoph strasser Interview: Uwe Burgsteiner Fotos: haraldtauderer.com; Karelly - Lupispuma.com Der König der Langdistanz im Interview

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Crackz Da geht es dann speziell um die Regeneration, oder? Ja. Vor allem auch im Kopf! Stress im Kopf ist gleich schlimm wie körperlicher Stress. Nach acht Stunden stressiger Arbeit sind die Beine einfach nicht mehr frisch, auch wenn du dich nicht verausgabt hast. Ziel war die Titelverteidigung aus dem Vorjahr. Bist du mit dem erreichten zweiten Platz trotzdem zufrieden? Ich habe lange darüber nachdenken müssen ob ich jetzt zufrieden bin oder nicht. Aber ja, ich bin eigentlich schon zufrieden. Die Leistung war ok und die Zeit war die gleiche wie im letzten Jahr, obwohl ich zu Beginn recht schnell sechs Stunden hinter der Vorjahreszeit lag. Die ersten beiden Tage verliefen einfach nicht gut. Wieso? Einerseits war es wohl die Hitze, trotz der zweiwöchigen Vorbereitung vor Ort. Oder vielleicht nicht restlos von den Trainingseinheiten regeneriert. Bereits am ersten Tag konnte ich keinen Druck aufs Pedal bringen und wir mussten in Tage 8 Stunden und 24 Minuten, davon nur 7 Stunden schlafen. Was für andere wie ein Schlafexperiment klingt ist seine Arbeit. Christoph Strasser startete nach dem Sieg 2011 heuer die Mission Titelverteidigung beim Race Across America. Am Ende musste er sich nur knapp dem Eidgenossen Reto Schoch geschlagen geben. Wir sprachen mit ihm zwei Wochen nach seiner Ankunft in Annapolis. "Der Hintern, der ist bald verheilt." Christoph, Gratulation zum 2. Platz beim längsten Radrennen der Welt! Wie fühlt man sich nach 4.810 Kilometer im Sattel quer durch die USA? Danke. Ja, Geschichten wie der Hintern, die sind bald verheilt. Das ist nur Hautoberfläche und passt schnell wieder. Auch Kniegelenke und Muskulatur erholen sich schnell. Aber die Nerven in den Handgelenken die beleidigt werden, auch die Fußsohlen und Zehen, das dauert. Damit rechnet man nicht, wenn man es nicht weiß. Kann man eigentlich sagen dass du Profi bist, oder? Kann man so sagen. Aber das heißt jetzt nicht zwingend, dass man einen schwerbezahlten Vertrag hat. Aber ich kann mir das RAAM finanzieren, und leben kann ich mit dem, was ich durch Vorträge verdiene. Material und Rennen werden von meinen Sponsoren übernommen. Profi sein bedeutet, dass man sich 100 Prozent auf ein Rennen vorbereiten kann. Mit einem 40 Stunden Job würden einfach die letzten 10 bis 20 Prozent fehlen. "Man hat nur eine gewisse Energie zur Verfügung und es macht keinen Unterschied, ob diese im Kopf oder im Körper verbraucht wird!" der Nacht eine Zwangspause einlegen, eine Infusion mit Kochsalzlösung sollte den Flüssigkeitsverlust ausgleichen. Am zweiten Tag musste ich mich dann übergeben, vertrug die Nahrung

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Crackz nicht mehr. Das war alles ziemlich unglücklich. Wir wissen nicht woher das gekommen ist. Die Vorbereitung war gleich gut wie im Vorjahr, auch das Gefühl vor dem Start. Am Ende fehlten nur zwei Stunden auf Sieger Reto Schoch? In der zweiten Nacht konnte ich mich wieder fangen, danach holten wir die verlorenen Stunden auch wieder auf. Zwischenzeitlich lag ich sogar in Führung, am Ende fehlte dann die Substanz, resultierend aus der Krise der ersten beiden Tage. So gesehen bin ich mit der Leistung super zufrieden, mit der Platzierung eben nicht ganz. man nach vier Tagen wieder einmal jemanden trifft. Da waren wir beide noch freundlich und gut aufgelegt. Als klar war, dass es ein beinhartes Duell werden wird, haben wir nichts mehr geredet. Da taktiert man nur noch, will beim Überholen Stärke zeigen, obwohl es einem schon dreckig geht. Im Endeffekt hast du eine Gesamtzeit von 8 Tagen 8 Stunden und 24 Minuten. Wie viel hast du während des Rennens geschlafen? Sieben Stunden. Es ist extrem wenig! Mit dem Schlafentzug umgehen kann man nicht trainieren, das kann ich auch nicht besser als jeder andere. Aber man bereitet sich auch seelisch darauf vor, man weiß was einen erwartet. Es geht auch darum, wie dich die Betreuer in den Pausen wieder aufbauen können. "Als klar war, dass es ein beinhartes Duell werden wird, haben wir nichts mehr geredet. Da taktiert man nur noch, will beim Überholen Stärke zeigen, obwohl es einem schon dreckig geht." Hattest du ihn vor dem Start auf deiner Rechnung? Er ist ein kompletter Neuling in der "Mit so wenig Schlaf kommt man nur durch, wenn man gute Betreuer hat." Wie sieht so eine Pause aus? Lange dauert sie ja nicht. Man bleibt stehen, die Betreuer helfen beim Ausziehen und Wawird man dann wieder in einer Leichtschlafphase. Man wird wieder angezogen, jemand gibt dir etwas zu essen in den Mund und dann setzen sie dich wieder aufs Rad. Hier ist das Team sehr wichtig. "Während meiner Fahrt haben mir die Betreuer immer wieder Rechenaufgaben gegeben" Kannst du das Rundherum mit Fortdauer des Rennens noch wahrnehmen oder schaltest du auf Autopilot um? Es gibt Phasen, aber wenn die Sonne scheint ist man meistens munter. Hin und wieder braucht man etwas länger bis man etwas checkt, aber generell ist es kein Problem, solange man aktiv ist. Das ist auch nach 6-7 Tagen noch gleich. Das ändert sich nicht. Wir haben immer wieder Kopf- bzw. Rechenspiele gemacht. Das funktioniert am siebenten Tag gleich wie am Szene. Er hat im Vorjahr zwei Rennen bestritten und beide gewonnen. Aber ich dachte nicht, dass er in der Ebene so stark sein wird. Bei der ersten Begegnung auf dem Rad haben wir uns noch unterhalten, man freut sich, dass schen, im Prinzip nur Katzenwäsche. Dann wird der Hintern desinfiziert und eingeschmiert damit sich nichts entzündet und etwas heilen kann in der Pause. Und dann liegt man halt 1 bis 1:15 Stunden. Aufgeweckt

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Crackz Ersten. Sozusagen kontrollieren dich deine Betreuer? Ja, das haben wir so zweimal täglich gemacht, 6- bis 7-stellige Zahlen vorwärts und rückwärts merken. Aber es gibt auch schwierige Phasen, da ist man dann dünnhäutiger, leicht reizbar. "Wenn man viel redet, tut man sich leichter beim Munterbleiben. Das ist wie beim Autofahren." Wie hält man sich mit so wenig Erholung am Rad? Da ändert sich im Laufe des Rennens nicht viel. Wenn man nach zwei Tagen erst einmal seinen Rhythmus gefunden hat, dann geht es. Man lernt mit der Müdigkeit umzugehen, obwohl ich generell Vielschläfer bin. Aber man ist immer im Freien, tut immer etwas. Das zeichnet auch ein gutes Betreuerteam aus, wenn sie immer dafür sorgen, dass du dich nicht alleine fühlst. Ich rede sehr viel mit meinen Betreuern, da tut man sich leichter beim Munterbleiben. Das ist wie beim Autofahren. Worüber unterhält man sich denn gut acht Tage? In Wahrheit über viel Schwachsinn. Aber natürlich auch viel über das Rennen, wie zB Zwischenzeiten, es werden mir Einträge aus meinem Gästebuch vorgelesen oder von Facebook. Wenn alle wichtigen Informationen ausgetauscht sind, dann rennt natürlich der Schmäh. Ist die Müdigkeit in der Nacht dann schlimmer? Ich hatte heuer erstmals einen Zusatzscheinwerfer dabei, mit höherem Blauanteil, das hat beim Konzentrieren sehr gut geholfen. Ich habe auch erstmals nie bei Nacht geschlafen, sondern meist in der unangenehmen Nachmittagshitze. Auch bedingt durch die Probleme zu Beginn des Rennens. In der Nacht waren meine Betreuer dann noch lustiger und redeten noch mehr Blödsinn, sprich sie boten mir gute Unterhaltung zum Wach bleiben. Dein Betreuerteam umfasst ca. 10 Personen. Stimmt das? Fast. Es waren elf, aufgeteilt in zwei Minivans. Einer ist immer bei mir und im Zweiten sind immer Fotograf, Medienbetreuer und Internetbetreuer.

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Crackz Dann gibt es zwei 3-Mann Teams, jeweils eines für den Tag und eines für die Nacht. Und noch zwei Personen im Wohnmobil, die immer vorne weg sind und alles organisieren. Jeder weiß was er zu tun hat. "In den Tagen des Rennens ernähre ich mich fast nur flüssig." Wie ernährt man sich während so eines Rennens? Mit WiesbauerWürstel wird's wahrscheinlich nicht getan sein. Nein, die Würstel gibt's nur für die Betreuer. Ich ernähre mich hauptsächlich mit Ensure Flüssignahrung. Das kommt ursprünglich aus dem Krankenhausbereich. Eine Packung hat 200ml und 300kcal mit allen Nährstoffen und Spurenelementen die man so braucht und mit einer Packung pro Stunde hat man schon eine gute Basis. Dazu kommen natürlich noch die klassischen Elektrolytgetränke, die bringen pro Liter und Stunde auch ca. 100 bis 150 kcal und dann fehlt auch schon nichts mehr. Kleinigkeiten zwischendurch, wie Bananen oder ein Stück Kuchen, sind mehr für den Kopf, damit man auch hin und wieder was zum Beißen hat. Stimmt es, dass du in der Vorbereitung auf Kohlehydrate verzichtest? Teilweise im Training stimmt es. Ich mache das, um den Fettstoffwechsel zu trainieren. Dabei esse ich nur ganz wenig Kohlehydrate und wenn, dann nur nach dem Training. Vor und während dem Training gibt es dann nur Obst und Wasser. Das mache ich ca. zweimal pro Woche. Mit welchem Trainingsumfang bereitest du dich aufs RAAM vor? Also ink. RAAM sind's 1100h, nur Training ca. 900 und davon fallen ca. 750h zwischen Ende Oktober und Ende Mai an. Im Juli, August und September werden's in etwa 150h, da ist etwas die Energie draußen, und auch die Motivation. "Ein Auge schielt bereits auf das RAAM 2013." Ist das RAAM das einzige Rennen, das dich interessiert? Nein so ist es nicht, mich interessieren auch andere Rennen. Aber in dieser Sportart gibt es eben nur ein Rennen

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Crackz das richtig zählt. Alle anderen sind zumindest eine Nummer kleiner. Es ist quasi wie die WM oder die Tour de France. Im Mai fahre ich schon seit Jahren beim "Race around Slovenia" und im September vielleicht noch das "Race around Ireland". Das wäre mal was Neues. Aber das RAAM ist der Schwerpunkt! Siehst du dich selbst als Nachfolger von Wolfgang Fasching? Es liegt fast auf der Hand. "Wenn es mir gelingen würde, das RAAM 3mal zu gewinnen, wäre es natürlich schön." Wir waren auch gemeinsam trainieren und er hat mir Tipps gegeben, worauf man achten muss. Im Endef- fekt funktioniert jeder Mensch anders und man muss selbst auf viele Dinge drauf kommen. Die Parallelen sind da, aber Nachfolger möchte ich nicht sein, ich möchte meine eigenen Sachen durchziehen. Aber wenn es mir gelingen würde das RAAM dreimal zu gewinnen, wäre es natürlich schön. Christoph, vielen Dank für das interessante Gespräch und viel Glück für die Zukunft Ich danke euch.

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Crackz SPIRIT & LIFESTYLE VereNa KreNsLehNer "leidenschaft, freude, adrenalin, träume, natur, schweiss, grenzen, kämpfen, jubeln, lust, härte, mut, team, tränen, erfolg, kälte, technik, dreck, berge, angst, leben, training, kreativität, single trail, mit sich sein, grün, asphalt, hitze, hunger, überwindung, all das und noch viel mehr ist für mich mein sport!" schreibt die Marathon Staatsmeisterin von 2011 und 2012 auf Ihrer Homepage. Interview: Manuel Plierm Fotos: Hartje / Sportograf Gratulation zum Staatsmeister-Titel im Montafon! Es ging ja richtig knapp her, welche Eindrücke hast du vom Rennen? Ich habe heuer nicht unbedingt mit dem Titel gerechnet da wirklich viele starke Anwärterinnen im Montafon am Start standen und ich durch meine Verletzung am linken Arm momentan downhillmäßig etwas gehandicapt bin. Aber die Strecke kam mir heuer sehr entgegen, da sie technisch nicht allzu schwer war. Durch das relativ flache Stück am Anfang der Strecke startete das Rennen sehr schnell was ich nicht unbedingt mag, und wir waren alle noch zusammen unterwegs. Doch am ersten steilen Anstieg konnte ich mich eigentlich gleich absetzten und fuhr das ganze Rennen etwa mit 1,5 - 2 Minuten Vorsprung ziemlich einsam in Führung liegend an der Spitze. Erst am Ende des letzten Anstiegs konnte ich eine Verfolgerin weiter unten kommen sehen. Ich gab dann noch mal Gas und konnte eigentlich meinen Vorsprung dann relativ sicher ins Ziel fahren. Das Gewitter und den starken Regen während des Rennens bin ich in der heurigen Saison schon gewöhnt, das machte mir eigentlich nicht viel aus. Seit wann fährst du CONWAY-Bikes? 2011 war meine erste Saison mit Conway. Und seit wann betreibst du Leistungssport? Ich fahre erst seit vier Jahren rennmäßig Bike-Marathons, seit zwei Jahren mit mehr Ernsthaftigkeit und heuer erstmals mit strukturiertem Training. Mountainbiken hab ich mit 16, wow 20 Jahre her, angefangen weil es mich einfach fasziniert hat. Ich bin damals auch hobbymäßig ein paar Rennen sehr erfolgreich gefahren. Leider hatte ich von nichts eine Ahnung und es gab auch niemanden, der mal gesagt hat "He Mädel du hast Talent, mach weiter oder du musst so und so machen". In meiner Familie gab es leider für Sport kein Verständnis. Irgendwann hatte ich dann auch das falsche Bike mit dem es mir keinen Spaß mehr gemacht hat und ich es gegen Laufschuhe getauscht habe. Und dann kam Job, Hausbau und Kinderpause. Ja und eines schönen Tages war es dann wieder so weit und ich hab mich wieder auf ein Bike gesetzt das zu mir passte und hab mich neu infiziert. Das war vor etwa 5 Jahren. Mit welchem Modell bist du diese Saison unterwegs? Conway Team XX 26er. Fährst du ein Serienbike oder hast du an deinem Racebike spezielle Komponenten? Der Rahmen ist Serie, aber ich durfte mich aus dem großen Zubehörregal von Hartje bedienen um mein Bike im Detail auf mich besser abzustimmen und noch etwas leichter zu machen. Die Gabel ist eine SID XX World Cup Black Box, Bremsen XX World Cup 160/160, Sattel Fizik Tundra Braided 00, Drehgriffschalter, Laufräder Fulcrum Red Carbon XRP, Crank Brother 4Ti Pedale und eine KMC x10sl Kette. Was findest du an deinem Bike besonders gelungen? Die tolle Form mit dem geschwungenen Oberrohr und das es so schön klein ist wie ich. *schmunzelt* Und natürlich auch die Farbe rot-weiß-rot. Wie viel wiegt dein Bike? Fahrfertig 8,3 kg. Deine größten Erfolge mit CONWAY? Natürlich mein Staatsmeistertitel 2011 und 2012, Platz 11 bei der Europameisterschaft 2011, Platz 2 beim Sella Ronda Hero 2012, Gesamtrang 5 bei der diesjährigen Trans Germany, UCI World Ranking Marathon gesamt Top 10 in der Saison 2011, Siege und Top 5 Platzierungen bei fast jedem Marathon

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Crackz Die Marke Conway ist seit März 2008 in Österreich erhältlich und zuletzt darf man sich mit Verena Krenslehner über den Marathon Staatsmeistertitel 2011 und 2012 freuen. Grund für uns, das Erfogsbike genauer unter die Lupe zu nehmen und mit Österreichs schnellster Marathon-Dame über ihren Sport zu plaudern. Ich bin: Ein Sonntagskind und Schützegeborene vom 30.11.1975 Daheim bin ich: In Vils, im Tirolerischen Familie: Verliebt in meinen Freund Stephan und in meine Tochter Mach ich am liebsten: Rennrad u. Mtb-fahren, draußen sein, Skitouren, Reisen Mag ich nicht: Lange Flachstücke, unkontrollierter Fernsehkonsum Bin ich gut drin: Steile Anstiege Bin ich schlecht drin: Enge Kehren, steinig-glitschige Abfahrten Meine Brötchen verdiene ich als: Redaktionsassistentin

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Crackz national und international. Das hört sich nach jeder Menge Arbeit an. Wie viel Entbehrung war notwendig, um Österreichische Staatsmeisterin zu werden? Wenn du so etwas wie keine Schokolade essen oder in der Art meinst, bestimmt nicht. Dafür bin ich eine zu große Naschkatze und genieß das Leben zu sehr. Ich ernähre mich Großteils natürlich gesagt, schwer. Und manchmal bringt es mich an meine Grenzen und kostet sehr viel Energie. Der Tag muss meistens straff durchorganisiert sein und hat oft zu wenig Stunden. Neben meinem Job muss ja auch noch ein Haushalt versorgt werden mit allem was dazugehört und Zeit mit meiner Tochter möchte ich auch verbringen und Ihre Freizeittermine müssen auch noch wieder ganz gesund werden. In sportlicher Hinsicht möchte ich nächstes Jahr bei der Heim WM eine gute Platzierung erreichen und weiterhin auf allen großen Marathons Europas ganz vorn mitfahren. Und vielleicht den einen oder anderen Sieg einfahren. Am wichtigsten ist es mir, weiterhin viel Spaß mit meinem Sport zu haben und diesen in Zukunft vielleicht auch an andere weitergeben zu können. Pressesprecher Thomas Göbel: "Auch mit dem 20. Modelljahr bleibt CONWAY eine klassische Fachhandelsmarke. Ursprünglich als reine Mountainbike-Marke konzipiert, wurde das Programm im Laufe der ersten Jahre sukzessive um ATBs, City- und Trekkingrädern erweitert. Nicht zuletzt deshalb ist der Markenbekanntheitsgrad speziell in Deutschland entsprechend ausgeprägt. Den größten Einschnitt in die Modellpolitik erfuhr die Marke im Jahr 2008. Das Programm wurde um die Cityund Trekkingradsparte bereinigt. Als rein sportive Marke konnte sich CONWAY so spitzer positionieren und bekam ein eigenständiges Gesicht. Gemeinsam mit GERMAN:A Frontmann Thomas Kamm wurde die Q-Concept Serie ins Leben gerufen, unter deren Dach erstmals auch absolute High-End Modelle im MTB- und Rennradbereich in der Produktpalette erschienen. 2013 umfasst die Range nahezu alles, was Hobby-Racer als auch Profis von einer guten Marke erwarten, wie nicht zuletzt die Erfolge von Verena Krenslehner oder des CONWAY Allstar Teams zeigen." schon gesund und achte besonders auf biologische Lebensmittel und bin Vegetarierin (ausgenommen Fisch). Ich habe sehr wenig Zeit in meinem großen Garten und mit Freunden verbracht und meine Freizeit ist nach der Arbeit sehr radlastig gewesen. Das heißt jede freie Minute, die ich aufbringen kann, verbringe ich auf meinem MTB, Crosser oder Rennrad. Aber das ist meine Leidenschaft und keine Entbehrung. Wie schaffst du es Familie und Sport unter einen Hut zu bringen? Und meinen halbtags Job! Ehrlich unter einen Hut gebracht werden. Da kommt es dann schon mal vor, dass mein Training schon um 6 Uhr früh vor dem Büro stattfindet und Regeneration, was ist das? Man trifft mich oft in den Radklamotten beim Kochen oder Wäsche aufhängen. Ohne die Unterstützung meines Partners Stephan und meiner Familie wäre der Sport auf diesem Niveau für mich sowieso nicht möglich. Die Ziele für die Zukunft? Momentan bin ich durch einen blöden Trainingssturz am linken Arm verletzt und natürlich möchte ich Daten und Fakten: CONWAY ist eine Eigenmarke der Hermann Hartje KG und besteht seit 1993. In Österreich sind CONWAY-Räder seit 2008 erhältlich, aktuell bei ca. 75 Fachhändlern quer durch Österreich. Tendenz steigend. Rechtzeitig zur Eurobike und mit dem neuen Modelljahr wird es auch einen Relaunch der eigenen Website geben. www.conway-bikes.de

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Crackz Österreichs Staatsmeisterin 2012 und 2011 vertraut auf CONWAY Bikes! Mach es wie sie, setze auch Du auf CONWAY. Deinen Händler Du unter: findest www.conway-bikes.de

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SPIRIT & Lifestyle oqleeenrtahstleistungen Paft u ll fü Höc Kr Ma seine is hat nU in Me rsprung Gesch xiko. Die i ten M chte des er aisk sauf et olben geht w v. Chr a 5.000 . zurü ck. auf Trainingslager oder vor dem WettCarbo Loading Polenta: Polenta ist ein aus Maiskampf, rasch am Zimmer von eigener Zutaten: gries hergestellter Brei und 750ml Magermilch, Wasser oder bevor- Hand zubereitet werden und gibt sofort wieder Energie. hat eine lange Tradition zugte andere Flüssigkeit, 125g Polenta, Rosinen, Honig, weitere Zutaten wie in der österreichischen Obst, je nach persönlichen Vorlieben. Polentapizza Küche. Leicht bekömmZutaten für den Boden: 250 g Maisgries (Polenta) lich und doch Kräfte1 Knoblauchzehe mobilisierend ist Polenta 1 Brise Thymian bei vielen Sportlern ernäh1 Brise Rosmarin 1-2 EL Olivenöl rungstechnisch nicht mehr 30g Butter wegzudenken. Team RAD. Zubereitung: SPORT.SZENE AusseerDie Butter in einem Topf zergehen lasland Rennfahrer Hermann Zubereitung: sen und je nach Geschmack Zwiebeln, Speck oder Champignons andünsten. Pernsteiner schwört beson- Flüssigkeit kurz aufkochen, Polenta einrühren und auf kleiner Flamme 20 1 Liter Wasser hinzugeben, aufkochen ders auf den heißen Brei Minuten quellen lassen, immer wieder lassen und den Polenta unter Rühren und es scheint, er kann ihn umrühren. Der fertige Brei sollte eine darin aufkochen bis eine zähe Masse tonnenweise verschlingen, zähe Konsistenz haben. Für die Extra- entsteht. Unter schwacher Hitze ca. Portion Eiweiß können auch zwei Eier 10 Minuten ausquellen lassen und die ohne satt zu werden. Wie untergerührt werden. Danach vom Gewürze und das Olivenöl daruntermischen. Polenta auf ein Backblech er sein "Rezept zum Erfolg" Herd nehmen und restliche Zutaten unterrühren. Kurz ziehen lassen und mit Backpapier streichen und wie eine genau zubereitet, möchte die schnelle Power Mahlzeit schmecken Pizza nach Geschmack belegen. Ab ins lassen. Hermann nicht verraten, Backrohr und fertig ist die raffinierte Mit dem selbst mitgebrachten Gaskodoch hier unser Vorschlag: cher oder der Herdplatte kann der Brei Alternative zur gewöhnlichen italienischen Pizza. Fotos: Marco Mayer - Fotolia.com; Guiseppe Porzani - Fotolia.com

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hlauch Radsc acneduedRs mal Re yc ln n Mut zum . ltes zu tragen Mut Recyce Spirit & Lifestyle Text: Bettina Schwaiger Heidenspass heißt es, das junge Unternehmen, dass sich das Thema Recycling zur Aufgabe nimmt, um daraus eine geniale Geschäftsidee und stylische Produkte zu entwickeln. Das Thema Recycling ist in aller Munde, aus praktischen, künstlerischen oder gar existentiellen Gründen. In der Zeit der Globalisierung und damit verbunden der verschwenderischen Lebensweise, zeigt Recycling einen neuen Blickwinkel. Wie kann Produktivität erhalten bleiben und was ist die Alternative zum Verzicht? Die Lösung ist eindeutig Recycling. Heidenspass beschäftigt sich mit dem komplexen Begriff "Recycling-Design", der aus regionalen und sozialen Faktoren bestimmt wird. Bereits 1913 erhob Marcel Duchamp ein auf einem Hocker montiertes Fahrradvorderrad durch seine Signierung zum Kunstobjekt. Dieses ist durchaus als Recycling in der Kunst zu betrachten und wurde seit damals x-fach nachgeahmt. Besonders ins Auge stachen uns bei den Produkten von Heidenspass die kreativen Taschen, hergestellt aus recycelten Radschläuchen oder Radreifen, dazu passende Accessoires wie Radreflektoren. Die produzierten Taschen oder Accessoires werden mit Handarbeit hergestellt und sind zu 100 Prozent Made in Austria. Nicht ohne Grund ist es Philosophie, auf Arbeit Wert zu legen, die Sinn macht und qualitativ hochwertige Produkte herstellt. Der Mut zu experimentieren mit unterschiedlichsten Materialen und Methoden lässt immer wieder neue Produkte entstehen. Jedes Produkt, egal ob Schlauch-Smartphone-Hülle, Schlauchgürteltasche oder Schlauchpenal ist ein Unikat und unterscheidet sich individuell von den anderen. Mit diesen tollen Accessoires wirft man nicht nur alle Blicke auf sich sondern kann auch noch mit gutem Gewissen Freude am Tragen haben. Tasche zu gewinnen! "Habt ihr nun Lust eine dieser tollen Taschen zu gewinnen? Dann macht mit bei unserem Gewinnspiel und schreibt uns per E-mail ein kurzes Statement, warum ihr unbedingt so eine Tasche haben wollt!" (bettina.schwaiger@ radsportszene.at) www.heidenspass.cc Fotos: Heidenspass

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SPIRIT & LIFESTYLE still d but Ol rder,ndsyichten ezu erzählen thrrä e die Ge ch itt in in Fa in kurzer Ausr haben. E Radmuseum. Text: Bettina Schwaiger Fotos: Florian Schippek Gepflegt und ausgestellt, befinden sich viele alte Fahrräder mit Sammlerwert in der kleinen Ennstaler Gemeinde Wörschach bei Harald Scherz, dem Inhaber eines Sportgeschäftes. Fünf Hingucker haben wir uns ausgesucht, um sie hier zu präsentieren. Die Infos zu den Rädern lieferte uns der passionierter Liebhaber und Sammler, Josef Hammerle, der jedes Modell kennt, genauestens darüber Bescheid weiß und Geschichten darüber erzählen kann. Ein begeisterter Hobbybastler verwandelte dieses Modell in ein besonders außergewöhnliches Fortbewegungsmittel. Dafür wurden alte Turnschuhe in ein Vorderrad verwandelt, dass nicht nur toll aussieht sondern auch durchaus fahrbar ist. Nach dem Schuhwerk nach handelt sich wohl eher um ein Freizeit- oder Stadtfahrrad, denn für ein Mountainbike müssten Bergschuhe montiert sein.

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Spirit & LIFESTYLE Das nächste Modell wurde von Harald Scherz jun. persönlich umgebaut. Eine Allseits beliebte Puch wurde regelrecht "aufgepimpt". Dieses ursprüngliche Damenrad wurde mit sage und schreibe 90 Gängen ausgestattet. Neue Bremsscheiben, Hinterradfederrung und ein kreativer Aufputz verhalfen dem Trendbike zu neuem Leben. Hill Bill. Der MTB-Helm. Du achtest auf den Trail, Hill Bill auf deinen Kopf. Hier nun ein Modell aus der Zeit um 1960 für unsere kleinen Fahrradfreunde. Jeder heutige Profiradsportler musste mal klein anfangen. Die ersten Ausflüge auf dem Fahrrad verbinden viele mit sehr positiven aber auch etwas negativen Gedanken. Die ersten Stürze und Tränen mussten überwunden werden, um die Liebe zum Fahrrad zu finden. Wer wird wohl seine ersten Ausfahrten auf diesem Bike gedreht haben? Kästle Speed Weltrekord Rad von 1995. Mit diesem Rad stellte der Italiener Giovanna Bonazza im Februar 1995 den damaligen Speed Weltrekord von 142,63 km/h auf. Auch die klassischen "Waffenräder" dürfen in keiner Sammlung fehlen. Für Experten haben sich die Bezeichnung "Waffenrad" allerdings wirklich nur Räder aus der Stahlstadt Steyr verdient. 300g www.abus.com

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Science ichtige die R osition sitzP B Schim ernhard pl erk die ric lärt, w Rad e htige Posi ieso tion nts zwar cheidend i am s n schw icht nur u t. Und erden m Be sonde vorzu rn be seine vor allem ugen, auch max aufs P imale Leis , um tung edal zu kö bringen nnen. Ist neben Kraft und Ausdauer eine äußerst wichtige Komponente im Radsport. Mit wenigen Handgriffen und mithilfe ausgefeilter Technik und erfahrenem Personal kann man hier in kurzer Zeit Leistungsreserven mobilisieren und vor allem Beschwerden am Bewegungsapparat vorbeugen. Text: Manuel Plierm Schon bei einem gebrauchten Rad ist einiges an Veränderung möglich. Noch besser eignet sich die Sitzpositionsanalyse um festzustellen, ob das jeweilige Rad zum eigenen Körper passt, also noch vor der Kaufentscheidung. Bei Intersport wird die Bikeanalyse in ausgewählten Standorten angeboten. Eine Liste mit allen Händlern findet man unter www.intersport.at Fotos: Manuel Pliem Analyse als Kaufentscheidung

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Science Wir begleiteten das Team RAD. SPORT.SZENE Ausseerland zur Sitzpositionsanalyse bei SIM (Sport in Motion) in Linz. Bernhard Schimpl ist seit Jahren als Sportwissenschafter tätig und bietet neben Leistungsdiagnostik auch verschiedene Videoanalysen vor Ort an. Wie so eine Sitzpositionsanalyse abläuft, warum dieses Thema nicht vernachlässigt werden darf und was die Erfahrungen unserer Teamfahrer sind, gibt's in diesem Artikel zu lesen. Der Ablauf Zu Beginn werden die Gelenkpunkte mit von der Kamera erkennbaren LED-Leuchtpunkten markiert. Anhand dieser Punkte kann nachher genau nachvollzogen werden, welche Änderungen notwendig sind. Nun werden via Software und Kamera die Bewegungsabläufe beim Pedalieren aufgenommen, es folgt eine erste Anpassung der Radeinstellungen und einer erneute Messung. Sofort kann überprüft werden, wie sich die geänderte Sitzposition auf die verschiedenen Körperwinkel auswirkt. Nicht nur die Position des Sattels ist dabei ausschlaggebend, auch die Art des Lenkers, Länge und Art des Vorbaus oder die Lenkerhöhe. während einer Pedalumdrehung einnimmt. Fazit Gerald: Fazit Matthias: Auf die Position kommt es an Eine falsche Position am Rad führt nicht nur zu Beschwerden am Bewegungsapparat (Knie, Hüfte, Rücken, Schultern, Nacken, Handgelenke, etc.) sondern auch zu einer geschmälerten Leistung. Wie auch bei einer Maschine, haben die Muskeln des Menschen unter bestimmten Bedingungen den besten Wirkungsgrad, leisten also bei gleichem Einsatz mehr. Eine dieser Einflussfaktoren sind die verschiedenen Winkel, die die Beinmuskulatur "Dank der Änderungen, die ich nach der Sitzpositionsanalyse am Rad vorgenommen habe, fühle ich mich um einiges wohler. Bei mir waren es keine großen Veränderungen. Mein Sattel ist nun bis zum Anschlag nach vorne gerückt und die Spitze nach unten gesenkt. Weiter habe ich mir auf Anraten von Bernhard Schimpl einen längeren Vorbau montiert. Die Position ist nun merkbar angenehmer. Alles in allem waren es keine großen, aber doch entscheidende Veränderungen, die meine Kraftübertragung verbessert haben. Auch die Rennergebnisse haben sich verbessert, wie viel Prozent die Sitzpositionsanalyse dazu beigetragen hat kann man nur mutmaßen. Aber eine gute Torte besteht auch aus vielen einzelnen Stücken, von denen man keines vernachlässigen sollte. Fazit: Es wäre schade, wenn man durch eine falsche Sitzposition Leistung verliert. Für ein Verschenken der Leistung trainiere ich zu viel!" "Bevor ich die Sitzpositionsanalyse durchgeführt habe, hatte ich heuer ständig Probleme mit meinem Rücken. Sattel rein, raus, vor, zurück, half alles nicht so recht weiter. Mein Fazit: Zu schwache Bauch- und Rückenmuskulatur. Bei einem Biker ja nicht weiter verwunderlich dachte ich mir. Bei der Sitzpositionsanalyse kam dann deutlich zum Ausdruck dass sich der Schwerpunkt bei mir einiges hinter dem Tretlager befand. Dies wurde dadurch behoben, dass der Sattel aufs Maximum nach vorne geschoben wurde und mit der Spitze nach unten montiert wurde. Anpassungen an Vorbau, Lenkerbreite und Kurbellängen wären für den Spezialisten noch wünschenswert gewesen, in der Praxis aber schwer umsetzbar. Mit der neuen Position kam ich insgesamt sehr gut zurecht, nur die Sattelneigung musste ich für meinen Geschmack wieder korrigieren und anpassen. Sämtliche Schmerzen sind seither jedoch beseitigt. Für mich persönlich hat sich diese Analyse auf jeden Fall ausgezahlt."

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Science rnaft k skenlwie ma Mu mt u d Wo sie herkomtrainiert. sie am besten Text: Robert Rassinger Ständiges Beschleunigen aus Kurven, Versuche, den Gegner mit einem schnellen Antritt abzuhängen oder das Erklimmen von steilen Anstiegen, erfordern maximale Muskelkraft der Spezies Radfahrer und unterstreichen die Wichtigkeit der Kraftkomponente im Radsport. Dabei stellen Leistungen jenseits der 1000 Watt keine Seltenheit dar. Die sportliche Leistungsfähigkeit setzt sich nach Weineck aus Kondition (Kraft, Ausdauer Schnelligkeit und Beweglichkeit) und Technik (Koordinative Fähigkeiten und Bewegungsfertigkeiten) zusammen. Je nach Sportart setzen sich diese Komponenten der Leistungsfähigkeit unterschiedlich zusammen. Beim Radsport handelt es sich um eine Sportart, in der die Dauer meistens eine Stunde übersteigt. Deshalb kann der Radsport je nach Disziplin (Marathon, XC, Straße) in die Langzeitausdauer II oder III eingeteilt werden. Mit zunehmendem Alter (ab ca. 20 Jahren) baut der Muskel ebenso wie die Beweglichkeit und weitere Komponenten ab. Durch gezieltes Krafttraining kann dem entgegengewirkt werden. Krafttraining ist also nicht einfach nur den Spitzensportlern vorbehalten, sondern kann gesunden Menschen jedem Alters empfohlen werden (Vorsicht gilt hier bei Personen mit Herzleiden und Bluthochdruck - unbedingt vorher mit einem Arzt abklären). Haltungsschwächen im Alltag kann genauso vorgebeugt werden wie Rückenschmerzen. Dabei gilt, dass der schwächste Bereich des Körpers im Bereich der Lendenwirbelsäule angesiedelt ist. Vor allem eine Kräftigung der Muskulatur in diesem Bereich (Bauch und Rücken) ist für jeden Spitzen- und Gesundheitssportler im Sinne der Prävention von größter Wichtigkeit. Bei Leistungssportlern und Spitzensportlern wird das Krafttraining in den herkömmlichen Trainingsplan integriert und an die Periodisierung des Jahres angepasst. Grafik: Manuel Pliem

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Science Definition Kraft: Kraft ist im Sport die Fähigkeit, des Nerv-Muskel-Systems, mit Muskelkontraktion Widerstände zu überwinden (konzentrische Arbeit), ihnen entgegenzuwirken (exzentrische Arbeit) bzw. sie zu halten (statische Arbeit). Allein aus dieser Definition ergeben sich drei verschiedene Trainingsmöglichkeiten der Kraft. Das herkömmliche Krafttraining, man denkt an Liegestütze, setzt sich aus der exzentrischen Arbeit (nach unten bewegen des Körpers) und der konzentrischen Arbeit (nach oben drücken des Körpers) zusammen. Schafft man das Gewicht bei einer Übung nicht mehr ist es möglich einen zusätzlichen Reiz über die exzentrische Arbeit mit diesem Widerstand zu bilden. Bei angesprochener Übung Liegestütze könnten nach dem letzten möglichen Heraufdrücken noch ein paar Wiederholungen, in denen der Körper nur langsam herabgelassen gemeiner und spezieller Kraft unterschieden werden. Unter allgemeiner Kraft versteht man die sportartunabhängige Kraft aller Muskelgruppen; unter spezieller Kraft versteht man jene Form der Kraft, bei der bestimmte Muskelgruppen an einer bestimmten Bewegung beteiligt sind. Wichtig ist es hinzuzufügen, dass die Kraft in den verschiedenen Sportarten niemals in einer abstrakten Reinform vorkommt, sondern immer in Verbindung verschiedener Arten miteinander bzw. einer mehr oder weniger nuancierten Mischform der konditionellen physischen Leistungsfaktoren auftritt. Die Kraft kann in drei Hauptformen untergliedert werden: 1 Maximalkraft 2 Schnellkraft und 3 Kraftausdauer. Ein im letzten Jahr erschienenes Buch (Krafttraining im Radsport, Wagner, Mühlenhoff, Sandig) stellt fest, dass die Kraftkomponente bei einem Kraftausdauertraining am Rad so gering sei, dass es sich dabei eher um ein Ausdauertraining, als ein Krafttraining handelt. Dabei ist aber anzumerken, dass über spezifisches Krafttraining ein zusätzlicher Reiz ausgeübt werden kann, der für die Leistung im Radsport hilfreich sein kann. Jedoch ist das Kraftausdauertraining am Rad, auch wenn es nach (Wagner, Mühlenhoff, Sandig, 2011) keine Form des Kraftausdauertrainings sein sollte, nicht zu vernachlässigen. Denn das beste Training für Radfahren ist Radfahren. Ein spezifisches Kraftausdauertraining am Rad könnte in der Form eines Intervalltrainings durchgeführt werden, bei dem eine gleichmäßige Steigung über eine gewisse Intervalllänge je nach Trainingsphase mit einem möglichst hohen Gang durchfahren wird. Eine Ausbelastung der Muskulatur ähnlich wie bei den Liegestützen ist in kurzer Zeit mit dieser Methode kaum möglich, was die Aussage von Wagner, Mühlenhoff, Sandig unterstützt, das die muskuläre Komponente für ein Krafttraining gering ausfällt. Jedoch steht die Wichtigkeit eines solchen spezifischen Trainings im Radsport außer Frage. Von der Theorie der Wissenschaft, zur Praxis des Profis: Alban Lakata ist der Vorzeigeathlet, wenn es um einen Radfahrer mit Kraft in den Beinen geht. Beim Osttiroler spielt das Krafttraining über das ganze Jahr eine wichtige Rolle und ist Voraussetzung für seine Erfolge. "Ich orientiere mich bei Marathons, speziell in langen Anstiegen an meiner Schwellenleistung. Das ist je nach Form zwischen 380 und 420Watt." Periodisierung des Krafttrainings nach Alban Lakata: Phase 1: Gewöhnung an das Krafttraining in der Vorbereitungsphase mit Kraftausdauer, Phase 2: Hypertrophie in der Grundlagenphase, Phase 3: Maximalkraft in der Aufbauphase, Phase 4: Krafterhalt während der Rennsaison wird, durchgeführt werden. Denn entscheidend für die Effektivität bei einem Krafttraining sind die letzten Wiederholungen! Vor Beginn einer Kraft-Trainingseinheit sollte das Ziel unter Berücksichtigung der jeweiligen Phase im Trainingsplan klar sein. Über die Variation des Widerstands (Gewicht) wird der Effekt auf den zu trainierenden Muskel variiert. Grob eingeteilt kann festgehalten werden: Foto: Sportograf Aus dem Trainingstagebuch von Alban Lakata: Gewöhnliche Woche in der Rennphase mit Marathon Wettkampf: Mo: Di: Ruhetag (Krafttraining Rumpf/Stretching), 2h am Vormittag Vo2max Intervalle, 1-2h am Nachmittag Rollen auf der Straße, 1h am Vormittag Krafttraining, am Nachmittag 3h Biken, 3-4h Tempo Rennradrunde, Ruhetag (Krafttraining Rumpf/Stretching), 1h30 am Bike (evt. Streckenbesichtigung), 3-5h Rennen. Mi: Do: Fr: Sa: So: Wiederholungszahl 18-22 WH: Kraftausdauertraining 8-12 WH: Hypertrophietraining (Muskelzunahme) 1-5 WH: Maximalkrafttraining Doch in Bezug auf Krafttraining ist noch auf weitere Besonderheiten zu achten. Prinzipiell kann zwischen all-

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singuckel uer H ke r. DhenreinMisch opt t ur Nic Text: Gerald Weixelbaumer Science Der Mensch besitzt 640 einzelne Muskeln und die Muskulatur macht fast die Hälfte unseres Körpergewichts aus. Bei der Muskulatur sind drei verschiedene Grundtypen zu unterscheiden: 1. Die glatte Muskulatur. Sie befindet sich z.B. in den Muskelwänden des Magen-Darm-Traktes, den Blutgefäßen und im Auge. Sie ist länglich und hat kaum verzweigte Zellen. Sie arbeitet langsam und unwillkürlich, das bedeutet, dass man sie nicht beeinflussen kann. 2. Die quergestreifte Muskulatur. Sie bildet das gesamte System der Skelettmuskulatur. Die Zellkerne befinden sich in der Nähe des Zellrandes und werden vom zentralen Nervensystem gesteuert und unterliegen in den meisten Fällen dem Willen. 3. Das Herzmuskelgewebe. Der Herzmuskel ist eine Sonderform der quergestreiften Muskulatur, auf diese hier nicht näher eingegangen wird. Die Muskulatur besteht aus kontraktionsfähigen Zellen und sorgt dafür, dass der Körper bewegungsfähig ist und der Stofftransport im gesamten Organismus erfolgen kann. Darüber hinaus produziert das Muskelgewebe 85% der Körperwärme. Durch Kontraktionen ist es zudem an der Stabilisierung der Körperhaltung und der Volumensteuerung innerer Organe beteiligt. Die Grobstruktur des Muskels: Aufbau eines Muskelgewebes Ein Muskel ist in seiner groben Struktur so aufgebaut, dass Festigkeit und Funktionalität optimal unterstützt werden. Wie bei einem Tau setzt sich der Muskel aus einzelnen Strukturen zusammen. Von innen nach außen gesehen ergibt sich folgender Aufbau: Die Muskelfasern sind der grundlegende Baustein jedes Skelettmuskels. Sie besteht aus einer Zelle, die mehrere Zellkerne aufweisen kann. Eine einzige Muskelfaser kann bis zu 15 Zentimeter lang und ungefähr 0,1 Millimeter dick sein. Die Muskelfaser ist umgeben von einer Hülle aus Bindegewebe, dem Ednomysium. Mehrere Muskelfasern werden zu Muskelfaserbündeln zusammengeschlossen, ein Muskelfaserbündel wird umschlossen von Septen aus starkem Bindegewebe, dem Perimysium. Der ganze Muskel besteht aus vielen Muskelfaserbündeln. Diese werden umhüllt vom Epimysium. Das Epimysium ist noch einmal eingepackt in die Muskelfaszie, eine sehr feste Muskelhülle, die den Muskel in seiner äußeren Form hält. Diese Faszie haben einige vielleicht schon einmal beim Kochen kennengelernt. Filetfleisch ist manchmal von einer sehr festen weißen Schicht umhüllt. Diese Hülle ist die Muskelfaszie. Diese lässt sich nicht so leicht mit einem Messer in Querrichtung schneiden. Die Faszie setzt sich am Ende des Muskelbauches als Sehne fort. Jeder Muskel ist mit Nerven und Blutgefäßen versorgt. Die zuführenden Arterien dringen durch das Bindegewebe in den Muskel ein und verzweigen sich dort zu einem feinen Kapillarnetz. Dieses Kapillarnetz befindet sich im Endomysium jeder einzelnen Muskelfaser. Die ausführenden Venen sind analog angelegt. Auch die Nerven teilen sich ähnlich wie die Blutgefäße auf. Ein Nerv und die dazugehörende Muskelfaser werden auch als motorische Einheit bezeichnet. Wie arbeitet ein Muskel? Im Zentrum der Muskelkontraktion steht die motorische Einheit. Sie besteht aus einem Motoneuron und der von diesem Motoneuron innervierten Gruppe von Muskelfasern. Motoneuron ist ein Synonym für motorischen Nerv, der den Muskel versorgt. Die Anzahl der motorischen Einheiten, über die ein Muskel verfügt, ist sehr unterschiedlich. Je komplexer und genauer ein Muskel gesteuert werden muss, desto weniger Muskelfasern werden von einem Motoneuron versorgt. Zum Beispiel bei den Augenmuskeln sind in einer motorischen Einheit nur 10 Muskelfasern. Andere Muskeln wie die Skelettmuskeln der Beine, die nicht so fein gesteuert werden müssen, haben bis zu 2000 Muskelfasern in einer motorischen Einheit. Gelangt ein Reiz über das Motoneuron einer motorischen Einheit an die dazugehörigen Muskelfasern, so kontrahiert sich diese Muskelfaser so stark sie kann. Die Stärke der Kontraktion ist nicht abhängig von der Stärke des Reizes. Es gibt entweder eine maximale Kontraktion, oder gar keine. Das bedeutet aber nicht, dass ein Muskel, wie zum Beispiel der Bizeps, immer nur maximal kontrahieren kann. Jeder Mensch kann an sich selbst testen, dass er den Arm durchaus langsam oder schnell, mit viel oder mit wenig Widerstand beugen kann. Der Grund dafür ist, dass der gesamte Muskel aus vielen verschiedenen Muskelfasern und motorischen Einheiten besteht, d.h. es werden nicht immer alle auf einmal angeregt. Die Stärke der Muskelkontraktion des einzelnen Muskels hängt deshalb davon ab, wie viele der motorischen Einheiten auf einmal zur Kontraktion angeregt werden. Dieser Mechanismus wird als Alles- oder- Nichts- Regel bezeichnet. Bei der Muskelkontraktion, auch bei einer maximalen Muskelkontraktion, regt das zentrale Nervensystem in der Regel immer nur einen Teil der motorischen Einheiten gleichzeitig an. So werden zum Beispiel Ausdauerleistungen wie das Laufen oder stundenlanges Stehen hinter

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Science Abbildung: Der Aufbau des Muskels einer Verkaufstheke erst möglich. Ein Teil der motorischen Einheiten wird angeregt und dann schaltet das zentrale Nervensystem innerhalb von Sekundenbruchteilen auf andere motorische Einheiten desselben Muskels um. Die Kontraktionsstärke bleibt erhalten und wir bemerken dieses "Umschalten" nicht einmal. Alle motorischen Einheiten auf einmal werden höchsten bei einem Muskelkrampf angeregt. Agonist und Antagonist: Um eine Bewegung ausführen zu können, ist immer das Zusammenspiel gegensätzlich wirkender Muskeln notwendig. Ein Muskel arbeitet bei einer Bewegung niemals allein. Der Agonist (Spieler), führt eine Bewegung aus, während der Gegenspieler oder Antagonist dafür sorgt, dass die Bewegung in Gegenrichtung erfolgen kann. Beugt etwa der Bizeps den Unterarm im Ellenbogen, so muss gleichzeitig der Gegenspieler Trizeps gedehnt werden. Soll der Unterarm wieder in eine gerade Position gebracht werden, geht es umgekehrt. Jetzt ist der Trizeps der Agonist, er streckt den Unterarm, während der Bizeps als Antagonist gedehnt wird. Solche gegensätzlichen Muskelgruppen sollten immer ungefähr gleich stark ausgebildet sein. Ungleichgewichte, die sich auch muskuläre Dysbalancen nennen, führen zu Fehlhaltungen. Fehlhaltungen können heftige Schmerzen hervorrufen und sogar dauerhafte Schädigungen herbeiführen. Deshalb sollen bei einem ausgewogenen Training immer Agonisten und Antagonisten gleichermaßen trainiert werden. Muskeltonus und Muskelverspannung: Nur wenn wir schlafen, sind unsere Muskeln entspannt. Beim wachen Menschen sind immer einige Muskelfasern in einem Muskel angespannt. Die Kontraktion ist aber so gering, dass sie keine Bewegung hervorruft. Diese Anspannung, die man als Grundspannung in der Muskulatur bezeichnen könnte, wird Muskelto- nus genannt. Sie ermöglicht, dass wir aufrecht Sitzen und Stehen können, ohne uns anzustrengen. Sie bewirkt, dass wir unseren Kopf aufrecht halten können, ohne das er immer wieder der Schwerkraft folgt und nach vorne über kippt. Von Muskelverspannungen spricht man, wenn der Muskeltonus anhaltend verstärkt ist. Solche Muskelverspannungen können starke Schmerzen und Bewegungseinschränkungen mit sich bringen. Grund für Verspannungen können sowohl Fehlbelastungen, muskuläre Ungleichgewichte als auch psychische Belastungen sein. Besonders seelische Anspannungen führen immer wieder zu Verspannungen, insbesondere der Nacken- und Schultermuskulatur. Diese Muskeln werden bei psychischen Belastungen häufig dauerhaft angespannt und als Folge davon verspannt. Grafik: Manuel Pliem Der Treibstoff der Muskulatur: Der Energiebedarf hängt nur zu Energieumwandlung:

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Science einem Teil davon ab, wie viel wir uns bewegen. Wenn man aber nicht weiß, was in der Muskulatur vor sich geht, kann man weder über Maß und Form körperlicher Bewegung entscheiden, noch über richtige Ernährung nachdenken. Was also geschieht in der Muskulatur? Die Umwandlung der in Nahrung enthaltenen Energie in Bewegungsenergie ist ein chemischer Prozess, bei dem die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate , Fette und Proteine in ihre molekularen Bestandteile aufgespalten und in neue chemische Verbindungen überführt werden, die die Muskeln durch chemische Umwandlung als Energiequelle nutzen können. Wie wir schon wissen, bestehen Muskeln aus Muskelzellen, die ihrerseits aus Muskelfasern bestehen. Die Bewegungen, zu denen wir durch unsere Muskeln in der Lage sind, entstehen, wenn viele Tausend mikroskopisch kleine Muskelfasern sich zusammenziehen. Um sich zusammen zu ziehen, benötigt jede einzelne Muskelfaser Energie. Diese Energie gewinnt die Muskelzelle aus der Umwandlung einer chemischen Verbindung namens Adenosin-Tri-Phosphat. Abgekürzt ATP. Das "Tri" besagt, dass ATP drei Phosphate besitzt. Spaltet die Muskelzelle von einem ATP-Molekül ein Phosphat ab, entsteht dabei die zur Muskelkontraktion benötigte Energie. Übrig bleibt Adenosin-DiPhosphat und ein Phosphatrest. ATP ist also der Treibstoff des Muskels. Leider können Muskelzellen nur winzige Mengen ATP aufbewahren. Ihr Vorrat an ATP reicht kaum länger als für ein bis zwei Muskelkontraktionen. Es muss deshalb kontinuierlich neues ATP gebildet werden, wobei vier unterschiedliche Verfahren zur Verfügung stehen. Am schnellsten geht die Neubildung von ATP in der Muskelzelle, indem sich das ebenfalls in der Muskelzelle vorhandene Kreatin mit freien Phospaten verbindet. Die Muskelzelle kann dann aus dem übrig gebliebenen Adenosin-Di-Phophat ein neues Tri-Phosphat machen, indem es dem Kreatin-Phosphat das Phosphat wegnimmt. Man nennt dies auch Kreatinkinase. Hierfür wird weder Sauerstoff benötigt, noch entstehen dabei Abfallprodukte, die entsorgt werden müssten. Die im Muskel gespeicherte Menge an Kreatin-Phosphat ist außerdem auch ca. 20-30-mal so groß wie die gespeicherte Menge an ATP. Dennoch reicht auch dies nur für maximal 20 Sekunden Muskelkontraktion. Dies genügt jedoch, um die Zeit zu überbrücken, bis der Körper andere Verfahren aktivieren kann, um ATP zu bilden. Will man sich länger als 20 Sekunden bewegen, werden die benötigten Mengen an gespeichertem ATP und Kreatin-Phosphat als Energiequelle nicht ausreichen. Der Körper geht dann dazu über, ATP aus Traubenzucker zu bilden, weil auch Traubenzucker in geringen Mengen als Glykogen in den Muskelzellen vorrätig ist und zudem als Glukose im Blut zirkuliert. Der Körper hat dabei die Möglichkeit, das ATP aus Traubenzucker mit oder ohne Sauerstoff herzustellen. Stellen die Zellen ATP aus Traubenzucker her, ohne dafür Sauerstoff zur Verfügung zu haben, entsteht ein chemischer Reststoff: Die Milchsäure, auch Laktat genannt. Man spricht deshalb auch von der sauerstofflosen oder anaeroben, laktaziden Glykolyse. Sie funktioniert, bis die Milchsäure den Energiestoffwechsel im Muskel durch Übersäuerung zum Erliegen bringt. Auch die sauerstofflose Bildung von ATP aus Traubenzucker ist also nur eine vorübergehende Lösung, um Energie bereit stellen zu können, solange keine dauerhaft ausreichende Energiebereitstellung mittels anderer Verfahren möglich ist, bei denen keine Abfallprodukte entstehen. Die größte Ausdauer erreichen wir mit solchen Verfahren zur Bildung von ATP, für die wir Sauerstoff benötigen. Sobald eine Belastung ca. eine Minute lang vorhält, werden Atmung und Kreislauf so weit aktiviert, dass der Muskulatur ausreichend Sauerstoff zur Verfügung steht, um mit Hilfe des Sauerstoffs ATP "aerob" zu bilden. Die Muskulatur kann ATP dann sowohl aus Traubenzucker, als auch aus Fettsäuren bilden. Nebenprodukte dieses Prozesses sind Kohlendioxid und Wasser. Erst wenn bei großer Anstrengung der ATPBedarf die Kapazität der Sauerstoffbereitstellung des Atmungs- und Herzkreislaufsystems übersteigt, wird die fehlende Energie wieder mittels sauerstoffloser, Milchsäure produzierender ATP-Bildung bereitgestellt. Jedoch auch nur solange, bis die Milchsäure den Energiestoffwechsel im Muskel lahmlegt. Fon +49 (0) 26 24 - 952 94 88 Römerberg 2 · D-56203 Höhr-Grenzhausen I n d i v i d u a l S p o r t S w e a r w w w. A C T O N - S P O R T S . d e Das gibt´s s! nur bei un Bikewear von ACTON® Innovative, individuelle Impulse im Wunschdesign! Sie bestehen die Etappe. Wir den Härtetest an Ihre Kleidung. Windschnittig und auf Wunsch extrem auffällig (im Wunschdesign) trägt die ACTON Bikewear Sie ins Ziel. In Position wenn Sie startklar sind. Wie eine zweite Haut. 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hische terreic ften Ös erhsncuhea Mountaint Meilesten Woc e w rd im erittert. tz ts g In den ie Meistertriko d bike Sport um aus der radsportszene Alle Jahre wieder werden die österreichischen Meister gekürt. Lassnitzhöhe, Schruns, Kaprun, Kirchberg und Schladming hießen die Austragungsorte der Staatsmeisterschaften 2012. Auf einer von starken Regenfällen zu großen Teilen unfahrbaren Strecke wurden die Titel im Cross Country ausgefahren. Schnellster Mann im "Duathlon Bewerb" war aber trotzdem Alex Gehbauer, der sich zum ersten Mal Elite Staatsmeister nennen darf. Dahinter der Vorarlberger Hannes Metzler, der sich in bestechender Form zeigte. Auf Rang 3 Olympiastarter Karl Markt. In der U23 siegte Gregor Raggl, vor Markus Preiss und Hermann Pernsteiner. Bei den Damen ging in Abwesenheit von Lisi Osl, die junge Salzburgerin Lisa Mitterbauer als Siegerin hervor. Michael Mayer war bei den Junioren unschlagbar. Sehr viel Ausdauer und Leidensfähigkeit mussten die Fahrer bei der Marathonmeisterschaft im Montafon aufbringen. Schnellster Mann über die 120 Kilometer und 4400 Höhenmeter war Christoph Soukup, der sich seit kurzer Zeit ganz auf die Marathon Distanz spezialisiert hat. Dahinter der Steirer David Schöggl, vor Hannes Metzler auf Rang 3. Die Damen kämpften auf der 65 km Strecke um den Titel und wie im Vorjahr, holte diesen Verena Krenslehner. Zweite Lisa Pleyer, Dritte Sabine Sommer. Als Generalprobe für die Weltmeisterschaft wurden heuer auch in der Disziplin XC Eliminator erstmals Medaillen für die schnellsten Sprinter des Landes vergeben. Favorit Daniel Federspiel setzte sich durch und holte sich Gold, vor Michael Mayer und Hannes Metzler. Für Metzler damit dieses Jahr bei allen 3 Staatsmeisterschaften eine Medaille. Die Downhillbewerbe gingen auf der Planai in Schladming über die Bühne. Bei schwierigsten, matschigen Bedingungen setzte sich Matthias Haas, vor dem Favoriten Markus Pekoll durch. Bronze ging an Manuel Gruber. Bei den Damen siegte Anita Molcik, vor Petra Bernhard und Elke Rabeder. Foto: Walter Pliem

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Aus der Radsportszene runderreich Öst rt 2012 fah gger auch mit glsang, Rohre Fu Gelb an Jakob r im Bergtrikot. frieden, Preidle Rang 7 zu Text: Georg Preidler Fotos: Niki Wagner it Jakob Fuglsang kam der Österreich Rundfahrt Gesamtsieger zum ersten Mal aus Dänemark. Über den Glockner holte sich der Mann vom Team Radioshack Nissan Trek den nötigen Vorsprung heraus. Österreichs größte Hoffnung Thomas Rohregger musste seinen Teamkollegen ziehen lassen, verfehlte schließlich mit dem 7ten Gesamtrang sein großes Ziel "Gelbes Trikot", war mit seiner gezeigten Performance aber dennoch sehr zufrieden. Einmal mehr bot die Rundfahrt wieder die große Chance für viele talentierte junge heimische Fahrer, sich in Szene zu setzen. Paul Lang, Ricardo Zoidl, David Wöhrer , um nur drei der Österreich Armada zu nennen, die mit Spitzenleistungen ein super Ergebnis erreichen konnten. Allen voran stand aber Georg Preidler vom Team Type One, der sich das so begehrte gepunktete Trikot für den besten Bergfahrer sichern konnte. GeorG Preidlers Tour NachberichT: Wie schon im Jahr zuvor war die Int. Österreich-Rundfahrt wieder eines meiner Saisonhighlights und mein ganzer Fokus war auf diese erste Juli-Woche ausgerichtet. Schon zwei Wochen zuvor nahm ich an der Tour de Suisse teil, um in Form zu kommen. Die Vorbereitung lief absolut nach Plan, somit war die Vorfreude auf den Startschuss, der am 1. Juli um 11:00 Uhr in Innsbruck, am Fuße der Bergisel Schanze fiel, riesig. 1. Juli: Innsbruck - Innsbruck Die 1.Etappe in Innsbruck war neu, niemand kannte den Rundkurs und somit wurde eher verhalten gefahren. Das übliche Spiel bei den Profis zeichnete sich ab. Die erste erfolgreiche Spitzengruppe löste sich wenige Kilometer nach dem Start. Mit dabei waren neben Riccardo Zoidl (RC Wels Gourmetfein) auch der Spanier Megias Leal (TT1-Sanofi) und der Franzose Bagot (Cofidis). Leal fiel noch in der ersten Runde zurück, dafür gesellten sich aus dem Hauptfeld der Vorarlberger NetApp-Profi Matthias Brändle, der Franzose Laszlo Bodrogi (TT1-Sanofi) und Stefan Praxmarer vom Team Tirol hinzu. Dieses Quintett baute den Vorsprung rasch auf über sieben Minuten aus. In der 3. Runde sorgten vor allem die Fahrer von Acqua & Sapone für hohes Tempo im Feld und der Rückstand schmolz auf knapp über vier Minuten. Anfang der letzten Runde lag er bereits unter einer Minute und von der Spitzengruppe blieben rund 35 Kilometer vor dem Ziel nur noch Zoidl und Bagot in Führung. Als sich schließlich mehr Teams an der Führungsarbeit beteiligten, wurde das Führungsduo 20 Kilometer vor dem Bergisel gestellt. Hier begann ich dann wieder mich ins Renngeschehen einzumischen. Bis dorthin waren der Rest meines Teams und

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Aus der Radsportszene ich nur blinde Passagiere im Peloton. Wir wussten, dass wir mit Alessandro Bazzana einen der schnellsten Männer in einem leichten Bergaufsprint hatten. Somit versuchte ich ihn immer wieder in Position zu fahren und schlussendlich konnte er die erste Etappe gewinnen. Ich kam noch als guter 4.ter ins Ziel und durfte mir das Trikot des besten Österreichers überstreifen. Doch nicht nur dieses Trikot war nach der ersten Etappe in unseren Reihen, sondern auch das gelbe Führungstrikot und das Punktetrikot. Es war ein absolut gelungener Auftakt. konnte mitgehen. Di Luca passierte den letzten Kilometer als Solist und er brachte seinen Vorsprung bis ins Ziel. Aus Österreichischer Sicht lief es ganz gut. Thomas Rohregger wurde starker dritter! Aus meiner Sicht ist das Kitzbühler Horn ein Berg für sehr leichte, kleine kompakte Fahrer. Also nichts für mich und somit kam ich auch abgeschlagen mit fast sechs Minuten ins Ziel. Beim letzten schweren Anstieg auf der Pustertaler Höhenstraße erhöhte Markus Eibegger, der auch gestern schon sehr aktiv fuhr und lange in der Fluchtgruppe vertreten war, das Tempo. Pasqualon verlor dabei den Anschluss. Der steirische WelsGourmetfein-Profi forcierte weiter das Tempo und setzte sich ab. Hinter dem Solisten formierte sich mit Guillou und Intxausti ein Duo. Auf den letzten 20 Kilometern entwickelte sich ein spannendes Verfolgungsrennen, wobei der Franzose und der Spanier vom Feld geschluckt wurden. Tief über den Lenker gebeugt wehrte sich Markus Eibegger gegen das Peloton und der Vorsprung pendelte sich bei etwas weniger als einer Minute ein. Doch drei Kilometer vor dem Ziel in Lienz wurde er vom dezimierten Hauptfeld geschluckt. Für den dritten italienischen Tagessieg in Folge sorgte der starke Sprinter Sacha Modolo vom Team Colnago, der heuer bereits über einen Etappensieg bei der Türkei-Rundfahrt jubelte. Starker zweiter wurde der Salzburger Daniel Schorn. An diesem Tag konnte ich auch ins 3.Juli: kItzbühel - lIenz Mit dem Frust im Bauch von der gestrigen Etappe stand ich am Start in Kitzbühel. Gleich zu Beginn versuchte ich den Sprung in die Spitzengruppe. An Fuße des Pass Thurn war es dann auch so weit. Als meine Beine endlich auf Betriebstemperatur waren setzte ich eine Attacke und konnte mich zuerst als Solist bis zur Bergwertung absetzen. Danach schlossen fünf Fahrer - Florian Guillou, Yohan Bagot, Benat Intxausti, Andrea Pasqualon und Markus Eibegger auf. Wir hielten immer einen guten Abstand - max 3:00 Minuten. 2.Juli: Innsbruck - kItzbüheler horn Der Startschuss zur 2. Etappe fiel bei starkem Regen. Nicht gerade das Wunschwetter von Radsportlern, doch durch das hohe Tempo in der Anfangsphase wurde niemandem kalt und die erste Rennstunde hatte einen stolzen Schnitt von 52km/h. Nach dem starken Regen lichteten sich die Wolken und es kam endlich die Sonne zum Vorschein. Nachdem sich wieder eine Spitzengruppe mit zwei Österreichern (Eibegger und Benetseder) und einem Franzosen (Buffaz) gebildet hatte, begann dasselbe Spiel. Die Profis von RadioShackNissan gaben das Tempo an. Schnell dezimierte sich das Feld. Bei der Mautstelle, 4,8 Kilometer vor dem Ziel, setzte sich zum ersten Mal Thomas Rohregger an die Spitze und es blieb eine zehnköpfige Spitzengruppe übrig. Der starke Spanier David Arroyo konnte ebenso nicht folgen wie Tirol-Kapitän Harald Totschnig. Kurze Zeit später verlor Jakob Fugslang den Anschluss, ebenso wie Jure Golcer. An der Spitze gaben nach wie vor Rohregger und der GiroGesamtsieger von 2007 Danilo Di Luca das Tempo an. Immer wieder wurde in der fünfköpfigen Spitze attackiert. Drei Kilometer vor dem Ziel versuchte es erneut der Kramsacher Rohregger, der auf dem Horn vor fünf Jahren gewinnen konnte. Di Luca setzte nach und schaffte wieder den Anschluss. Rund zwei Kilometer vor dem Schluss vergrößerte sich die Spitze, aber im Gegenzug erhöhte Di Luca das Tempo und kein Fahrer

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Aus der Radsportszene Bergtrikot schlüpfen, nachdem ich die ersten zwei Bergwertungen gewann und bei der letzten Wertung zweiter wurde. Um ehrlich zu sein habe ich schon am Morgen beim Versuch in die Spitzengruppe zu gehen mit diesem Trikot geliebäugelt. Dass es wirklich geklappt hat ist ein absoluter Wahnsinn. mit einem Vorsprung von 1:12 Minuten auf Danilo di Luca ins Gelbe "Wiesbauer-Osttirol"-Führungstrikot. Mein Bergtrikot musste ich leider an Fuglsang abgeben, doch ich wollte es mir unbedingt wieder zurückholen. und Rudy Molard aus der Führungsgruppe ab, während ihre Fluchtkollegen kurze Zeit später vom Feld geschluckt wurden. Im Massensprint war der Italiener Sacha Modolo wie auf der dritten Etappe in Lienz nicht zu schlagen. Das Bergtrikot war mir, 5. Juli: st.Johann/alpendorf sonntagberg Die längste Etappe der Rundfahrt stand heute auf dem Programm. Jeder im Peloton wusste, dass heute die letzte Chance bestand, mit der Spitzengruppe das Ziel zu erreichen. Also versuchte auch jeder den Sprung in die Gruppe. Nach mehr als 2 Stunden und 50 km/h Schnitt stand endlich eine Gruppe, der ein Vorsprung von 11.00 Minuten gewährt wurde. Die Etappe sicherte sich der Italiener Fabio Taborre von Aqua e Sapone, der Vorarlberger Matthias Brändle vom Team NetApp wurde hinter Marco Bandiere toller dritter. Für mich galt es einen ruhigen Tag einzulegen um für den nächsten Tag gute Beine zu haben. Denn ich wollte ja das Bergtrikot zurück erobern. 4. Juli: lIenz - st.Johann alpendorf Nach den ersten Etappen war mittlerweile Halbzeit und die schwerste Etappe der Rundfahrt stand auf dem Programm. Ich hatte nun meinen ganzen Fokus auf das Bergtrikot ausgerichtet. Somit versuchte ich bereits die erste Bergwertung am Iselsberg zu gewinnen. Gesagt getan und damit war mir das Trikot zunächst sicher. Nun hätte ich nur noch am Glockner ein paar Punkte machen müssen, doch die Mannen von Radioshack durchkreuzten meine Pläne. Hinauf zum 2.504 Meter hohen Hochtor, wo heuer erstmals eine von der Großglockner Hochalpenstraßen AG gesponserte Prämie in Höhe von 2.504 Euro für den Glocknerkönig ausgeschüttet wurde, setzten sich der letztjährige Tourzweite Leopold König (Team NetApp) und Rohreggers Teamkollege Jakob Fuglsang ab. Die beiden schafften es bis zur Bergwertung und Fuglsang krönte sich mit einer Auffahrtszeit von 50:40 Minuten zum ersten dänischen Glocknerkönig der Rundfahrtsgeschichte. Bei der letzten Bergwertung Dientner Sattel lag er bei 3:40 Minuten und im Verfolgerfeld mit allen Favoriten um den Gesamtsieg setzte sich der Schweizer Gesamtzweite Morabito ab. Er wurde wieder gestellt und der Vorarlberg-Legionär Robert Vrecer attackierte. Dem Tiroler Thomas Rohregger waren im Verfolgerfeld die Hände gebunden, da sich sein Teamkollege Fuglsang in der Spitze befand. Unterdessen musste Leopold König den Strapazen Tribut zollen und konnte dem Dänen Fuglsang, der im Vorjahr 4. beim Amstel Gold Race wurde, nicht mehr folgen. Der 27-jährige Gewinner der diesjährigen Luxemburg-Rundfahrt erreichte als Solist vor Leopold König und dem stark fahrenden Slowenen Robert Vrecer (Team Vorarlberg) das Ziel in St. Johann/Alpendorf und schlüpfte 6. Juli: WaIdhofen/Ybbs - Melk Tausende Zuschauer bejubelten heute beim Start in Waidhofen/Ybbs die Radprofis. Die 6. Etappe der Int. Österreich Rundfahrt führte über 158,2 Kilometer nach Melk. Wie gestern wurde in der Anfangsphase bei enorm hohem Tempo heftig attackiert. Nachdem keine Fluchtgruppe weggelassen wurde, formierte sich schließlich doch beim Anstieg zur 1. "Wiesbauer" - Bergwertung Wastl am Wald, nach mehr als 50 Kilometern eine elfköpfige Spitzengruppe. Mit dabei waren meine Wenigkeit, die Gourmetfein - "Ausreissererkönige" Markus Eibegger und Riccardo Zoidl, sowie David Wöhrer vom Tirol Team. Zudem gehörten Belkov, Santaromita, Intxausti, Molard, Betancur, Locatelli und Duet der Gruppe an. Das Hauptfeld ließ die Spitze nie mehr als zwei Minuten weg, denn die Teams der Sprinter witterten in Niederösterreich ihre Chance. Einige Kilometer vor der ersten Zieldurchfahrt in Melk setzten sich der aggressiv fahrende Riccardo Zoidl nachdem ich alle Bergwertungen des Tages gewonnen hatte, nun endgültig sicher. 7. Juli: podersdorf eInzelzeItfahren Wie jedes Jahr stand das Zeitfahren in Podersdorf am Programm. Für mich galt es die 24km so locker wie möglich zu absolvieren und einen erholsamen Nachmittag am See zu verbringen. BMC-Profi Marco Pinotti, der auch schon beim diesjährigen Giro d'Italia das Abschlusszeitfahren gewann, siegte mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 52,17 km/h. Pinotti gewann das Einzelzeitfahren mit 32 Sekunden Vorsprung auf Kristof Vandewalle und 52 auf Frantisek Rabon. Bester Österreicher wurde Wels Gourmetfein-Profi Riccardo Zoidl als 14. (plus 1:16 Minuten).

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Aus der Radsportszene 8. Juli: podersdorf -WIen Nach dem Startschuss zur letzten 122,8 Kilometer langen Etappe in Podersdorf am Neusiedler See konnten sich rund 20 Kilometer nach dem Start Patrick Konrad vom Team Vorarlberg, Pavel Brutt (Katusha) und Johan Le Bon (Bretagne-Schuller) vom Feld absetzen. Nachdem sie ihren Vorsprung auf über drei Minuten ausbauen konnten, betrug er bei den ersten Zieldurchfahrten vor dem Wiener Burgtheater stabile zwei Minuten. Im Feld erhöhten die Sprinterteams das Tempo und bei der sechsten Zieldurchfahrt lag der Rückstand des Pelotons nur noch knapp über einer Minute. Zwei Runden vor dem Schlusssprint wurde die Spitzengruppe vom Feld geschluckt. Das Tempo im Feld wurde so hochgehalten, dass sich kein Fahrer mehr entscheidend absetzen konnte. Im packenden Zielsprint setzte sich schließlich der Italiener Daniele Colli (Type1-Sanofi) vor einer prächtigen Zuschauerkulisse gegen Alexey Tsatevich und Blaz Jarc durch. Alles in allem war die diesjährige Österreich Rundfahrt ein Wahnsinns Spektakel mit tausenden Zusehern. Ich freue mich schon wieder auf die nächste Ö-Tour. Hoffentlich stehe ich mit noch besseren Beinen am Start um auch mal in der Gesamtwertung mit zu mischen. Vielen Dank fürs Lesen! GeorG Preidler

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die rad.sPOrt.sZene Landkarte Aus der Radsportszene Wie du siehst, sind schon einige Orte Österreichs infiziert. Unsere Premiumhändler auf einen Blick: Unsere RAD.SPORT.SZENE Premiumhändler: ToNis Pro shoP bahnhofstrasse 2 6365 kirchberg in tirol Zweirad JaNGer kirchgasse 4 8112 gratwein radwelT Michi KNoPf hauptstraße 1 7210 Mattersburg resch GiNNer fabrikstraße 16a 3300 amstetten MarTiNs biKeshoP unkenberg 22 5091 unken Eine Auflistung aller Händler findest du online unter www.radsportszene.at radsPorT illMaier kärntnerstraße 251 8700 leoben ToM's radhaus nordbahnstraße 19c 2136 laa / thaya radsPorT fischerlehNer kubinstraße 13 4240 freistadt biKe ToTal radsPorT holZer nr. 286 8224 kaindorf sPorT scherZ herrengasse 27 8942 Wörschach GriMMiNGsPorT nr. 327 8983 bad Mitterndorf biKe shoP Joe KreuZer badner straße 49 2540 bad Vöslau sPorT Kaiser betriebspark 3 4451 st. ulrich ferd.Vasold ausseerstrasse 5 8940 liezen biKesTaTioN sTore Wolfgangerstraße 28 4820 bad Ischl Eine Auflistung aller Händler findest du online unter www.radsportszene.at Jetzt Partnerhändler werden: matthias.grick@radsportszene.at

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Insider Tour #2: Kühtai - Tirol Entnommen aus Willi Hofers Tourenführer "DAS GROSSE RENNRAD TOURENBUCH TIROL". Die Runde durch das Kühtai beinhaltet alles, was eine Rennradtour braucht, und wer nach Mittag startet, fährt sogar mit Windunterstützung bis nach Ötz. Zu Beginn wartet eine 52 Kilometer lange Flachetappe mit vier Wellen. Anschließend folgt eine 18 Kilometer lange Bergetappe, bei der 1200 Höhenmeter zu bewältigen sind. Stoff für Geschichten liefert die steile Auffahrt eineinhalb Kilometer nach Ochsengarten. Sie misst knapp zwanzig Prozent, ist aber Gott sei Dank nur einen Kilometer lang. Zum Schluss steht eine sehr lange Abfahrt durch das Sellraintal bevor. "100 Stundenkilometer und mehr sind im Sellraintal möglich." Willi Hofer Fotos: TYROLIA Verlag Vorsicht bei der Abfahrt im oberen Bereich des dunklen Tunnels! Dorthin könnten sich, trotz Weidegittern bei den Ein- und Ausfahrten, Kühe verirrt haben. Bei den Ortsdurchfahrten auf die vielen Kanaldeckel achten - die meisten sind aber perfekt verlegt. Nach der Ortschaft Sellrain folgen noch ein paar Galerien, durch die man mit Rücklicht deutlich entspannter fährt als ohne. Auf den letzten zehn Kilometern von Kematen i. T. bis nach Innsbruck ist nur noch der kleine Hügel bei Völs zu bezwingen. Tipp: In Ötz bietet sich ein "Baguette", rechts an der Durchzugsstraße gelegen, als Labestation an. Startpunkt: Innsbruck Hauptbahnhof EtappEnziElE dEr routE: Innsbruck | Zirl | Pettnau | Telfs | Rietz | Stams | Silz | Oetz | Oetzerau | Ochsengarten | Kühtaisattel | St. Sigmund im Sellrain | Gries im Sellrain| Sellrain | Kematen i. T. | Völs | Innsbruck Superbike 14 EXP SL » Serie Bike www.deuter.com Offizieller Ausrüster des Verbands der Deutschen Berg- und Skiführer ? patitucciphoto

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MTB SZENE NEWS U17 Staatsmeister Kopfauf Aus der Radsportszene Es läuft von selbst Rückschläge und Erfolg Der Steirer Markus Kopfauf gilt als eine der größten Nachwuchstalente im Bikesport und fährt auch auf der Straße immer wieder seine Erfolge ein. Kürzlich kürte er sich zum Staatsmeister im Einzelzeitfahren. Umso bemerkenswerter, da sich der junge Biker vor kürztlich das Schlüsselbein brach und erst bei der Staatsmeisterschaft in Kirchberg wieder in die Saison einsteigen konnte. Leider beendete ein Kettenriss das Vorhaben Meistertitel. "Es hat harte 5 Wochen Walzen Training gebraucht bis ich mich das erste Mal wieder aufs Rad schwingen konnte." Kopfauf über die schwierige Zeit während der Verletzung. Eine Woche nach der Österreichischen Meisterschaft begann die Erfolgswelle beim Austria Youngster Cup am Turnersee. Kopfauf weiter: "Ich feierte einen Start-Ziel Sieg, der mir wieder viel Selbstvertrauen gab. Mit voller Zuversicht startete ich in das Heimrennen auf der Lassnitzhöhe und konnte eine super Aufholjagd bei schwierigsten Bedingungen starten, die ich mit dem Sieg abschließen konnte." Nun möchte sich der junge Steirer den EM-Titel bei den Youth European Championships in Stattegg sichern. Mit einem Trainingslager in Neuseeland konnte sich Downhiller Markus Pekoll perfekt auf die Saison vorbereiten, dennoch folgten ordentliche Probleme beim ersten Weltcup, wo nach Sturz nur Rang 80 herausschaute. Als der Schladminger gerade wieder ins Training einsteigen wollte, machte ihm ein böser Autounfall einen Strich durch die Rechnung. Mit einer dreiwöchigen Pause konnte man aber von Glück im Unglück sprechen. Darauf folgte eine langwierige Schleimbeutelentzündung im Knie. Mehr als Rang 31 beim Weltcup in Val di Sole war zu diesem Zeitpunkt nicht drinnen. Einen ersten Lichtblick sah Pekoll beim Europacup in Innerleithen, wo er auf Rang 5 fuhr. Ab diesem Zeitpunkt sollte es wieder bergauf gehen und Amerika war anscheinend ein sehr guter Boden für den Österreicher. Rang 18 in Monte Saint Anne (ohne Kette im Schlussteil) und Platz 24 in Windham (mit Sturz in der zweiten Kurve) zeugten vom starken Formanstieg. Mitte Juli sollte bei der Staatsmeisterschaft auf der Heimstrecke in Schladming der fünfte Titel eingefahren werden. Doch es sollte, zur Überraschung aller, anders kommen. Auf einer langsamen Lehmpiste holte sich nämlich Matthias Haas den Staatsmeistertitel, Pekoll 0,09 Sekunden dahinter auf Rang 2. Nach einem ausgezeichneten Rang 19 beim Weltcup in Val d´ Isere ist die Stimmung vor der WM aber wieder super. "Zur WM gibt es nur eines zu sagen: Kommt alle zusehen und machen wir gemeinsam tolle Werbung für den MTB Sport! Ihr werdet es nicht bereuen und ich werde alles geben, damit es auch Grund zum Feiern gibt!" so Pekoll. Etappenrennen Transalp (GER-ITA) Sieg für Lakata & Mennen Toller Erfolg für Alban Lakata. Zusammen mit Teamkollegen Robert Mennen sicherte er sich den Sieg bei der Transalp 2012. Brisant: Nach der ersten Etappe und zwei Platten Reifen liegt das Team Lakata / Mennen knappe 10 Minuten zurück. Mit einer gewaltigen Aufholjagd sichert sich das Deutsch-Österreichische Team dennoch den Sieg am Ende der acht Etappen. Fotos: Reinhard Bscherer; Pekoll; Sportograf; Michal Cerveny / EGO-Promotion Aktuelles vom Downhiller Markus Pekoll

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Olympia Cross Country Top-Ten-Platz in London RACES 2 BE 06.10.2012 Aus der Radsportszene Bergduathlon USI Kosiak Löwe Sensationell die Leistungen unserer Herren im Olympischen Cross Country Rennen. Alex Gehbauer wuchs über sich hinaus und konnte lange in Schlagdistanz zur Spitze bleiben. Der Rückstand des erst 22-jährige Kärtners betrug nach etwa einer Stunde Renndauer auf die Führenden nur 20 Sekunden. "Das war das härteste Rennen, das ich bisher gefahren bin", sagte Gehbauer im Ziel. Der Österreicher legte das Fudnament für dieses Resultat bereits in der Startrunde, Gehbauer fuhr aus Reihe drei die fünftschnellste Zeit. Zusammen mit dem Franzosen Stephane Tempier bildete der Villacher die Verfolgergruppe auf die fünfköpfige Spitze. Die nachkommenden Fahrer Carlos Coloma (ESP), Manuel Fumic (GER) und Geoff Kabush (CAN) konnte Gehbauer nicht halten, mit Platz 9 und nur 2:09 Minuten Rückstand wurden alle Erwartungen übertroffen. Auch Karl Markt, der nach Sturz auf Rang 20 ins Ziel kam, lieferte eine beeindruckende Vorstellung ab. Es war zweifelsohne ein großer Tag für den österreichischen Mountainbikesport. Detail am Rande: Um diese Sensationsleistungen permanent mit verfolgen zu können, musste man sich leider einen nicht Österreichischen Sender suchen, denn im ORF wurde in der entscheidenden Phase auf Bundesliga-Vorberichterstattung umgeschaltet. Der Kampf um Gold, der spannender nicht hätte sein können, wurde erst im Zielsprint entschieden. Der neue Olympiasieger heißt nun Jaroslav Kulhavy. Silber ging an Nino Schurter und Bronze an Marco Aurelio Fontana, der ohne Sattelstütze mit letzter Kraft seinen dritten Rang verteidigen konnte. Lisi Osl kam im Damenrennen auf Rang 13 ins Ziel, hatte sich davor zwar mehr erwartet, trug aber auch ihren Teil zum tollen Abschneiden der Österreicher bei. Eine Solofahrt in Richtung Ziel kürte Julie Bresset aus Frankreich zur Olympia Siegerin. Silber ging an Sabine Spitz, Bronze an Georgia Gould. Inmitten der Karawanken findet der Kosiak Löwe statt, ein anspruchsvoller Bergduathlon, bei dem sich Hobbyathletinnen und Hobbyathleten mit Profisportlerinnen und Profisportlern messen können. Im Ziel am Kosiak erwartet die Athletin und den Athleten neben einer kleinen Erinnerung ein Finisher T-Shirt. Der wunderschöne Rundblick über die Kärntner Bergwelt bis weit nach Slowenien und Italien entschädigt für die Anstrengungen. www.kosiak.at Cross Country Weltcup, Val d´Isere (ITA) Keiner kann Schurter im Weltcup stoppen 21-23.09.2012 Istra Tour und Parenzana Ende September lockt jedes Jahr das dreitägige Etappenrennen rund um Porec zum Saisonausklang mit kroatischem Urlaubsflair. "Leiste den Großen Gesellschaft" heißt es auf www.parenzana.com, der Homepage der Veranstaltung. Ein absolut empfehlenswertes Abschlussrennen, manche hat es seit Jahren nicht mehr los gelassen. Die Etappen können auch einzeln gefahren werden. Nino Schurter zeigte auch beim letzten Weltcup der Saison seine Extraklasse und sicherte sich mit einem Sieg auch den Gesamtweltcup. Ein starker Lukas Flückiger sorgte für einen Schweizer Doppelsieg. Auf Rang 3 Marco Aurelio Fontana (ITA). Alex Gehbauer musste das U23 Rennen mit Defekt aufgeben, Gregor Raggl beendete den Wettkampf auf Rang 32. Lisi Osl erreichte mit Rang 7 ihr bestes Weltcupergebnis der Saison. Den Sieg holte sich die Norwegerin Gunn-Rita Dahle Flesja (NOR) mit einer Solofahrt. Zweite Julie Bresset (FRA), Dritte Annie Last (GBR). www.radsportszene.at

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Aus der Radsportszene Die män r Den k ner hinTe njob oche Kn euer Betr und im Zuge des Sunshine Cups in Zypern Larry Hartwich und Geri Schrempf vom Team Topeak Ergon bzw. Felt Ötztal Xbionic bei ihrer täglichen Arbeit begleitet. Zwei unterschiedliche Teams, zwei unterschiedliche Betreuer, die beide dasselbe Ziel vor Augen haben: Erfolg! ulissen Interview: Bettina Schwaiger & Maria Kumric ie oft hat man es schon gehört: "Einen großen Anteil an meinem Sieg hat meine Mannschaft, mein Mechaniker,..." Doch wer sind die Leute, die maßgebend am Erfolg von Spitzenfahren beteiligt sind? Wir haben hinter die Kulissen des Rennsports geblickt larry HartwicH, Team Topeak ergon Witzig, charmant mit coolem Style präsentieren wir euch den Betreuer von Topeak Ergon. "mein grössTes missgeschick war ein verpaTzTer laufraDwechsel, welcher 25-30 sekunDen DauerTe." Wie bist du zu diesem Beruf gekommen? Selber bin ich schon seit ein paar Jahren aktiv dabei. Im letzten Quartal 2008 hat das Team in Foren und Bike Magazinen die Stelle im Team als Supporter ausgeschrieben. Da ich den Beruf Fahrradtechnik gelernt habe, sah ich mich geeignet für den Job. Nach Vorstellungsgespräch und Probeschrauben musste ich noch ein paar Wochen warten bis sich unser Team Manager (Dirk Juckwer) und Team Chef (Franc Arnold) entschieden haben. Im Januar 2009 habe ich dann die Zusage bekommen. Im gleichen Zug habe ich meine Wohnung, Job und Studium aufgegeben. Hattest du schon immer eine Verbindung zum Rennsport? Bist oder warst du selbst Rennfahrer? Selber bin ich seit 2001/2002 aktiv dabei. Ich besitze eine Elite Lizenz und nahm im Winter bei der CycloCross und Bundesliga Sprint MTB teil. Foto: Team Topeak Ergon 3 kurzE EinblickE in dEin lEbEn: lEbEnSmotto: hab ich nicht. diESE pErSon inSpiriErt micH: wolfram kurschat wo auf dEr wElt möcHtESt du alt wErdEn? Dort, wo ich herkomme. hannover.

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Aus der Radsportszene Wie kann man sich dein Leben vorstellen? Immer auf Reisen? Ich habe ca. 150 Reisetage im Jahr. Somit bin ich andauernd unterwegs. Deine skurilsten Erlebnisse? Wechsel der defekten VR-Bremse bei der Marathon WM 2009 in 1min50sek an Alban Lakatas Bike. Das war ein Moment, den ich wohl mein Leben lang nicht vergessen werde! (Anm. der Redaktion: Alban Lakata wurde 2009 in Stattegg Vize-WM hinter Paulissen) "Zahlt" sich dein Job aus? Über Geld redet man doch nicht ;) Man hat es, oder auch nicht. Mein Gehalt stand aber auch nie im Vordergrund, warum ich diesen Job mache. Es sind die Erfahrungen, die Momente, welche ich mit meinem Team erlebe - überall auf der Welt. Das ist der Grund, warum ich im Team bin! Was macht deinen Job außergewöhnlich? Egal wo auf der Welt meinem Team die gleiche Performance zu bieten! Das ist schon eine Herausforderung... Kannst du unseren Lesern den typischen Ablauf eines Weltcupwochenendes schildern? Welche Aufgaben hast du? Meine Aufgaben gliedern sich in mechanische Tätigkeiten für das Team. Ab und an vertrete ich unseren TeamManager auf Rennen und erledige somit auch den Job als Road-Manager. Der Ablauf dieses Wochenendes gliedert sich in: Mittwoch: Anreise, Donnerstag: Expo aufbauen und erstes Training; Freitag: An den Bikes alles auswechseln. Im Grunde, dass was gemacht werden muss. Wichtig ist, das Bike beim Abschlusstraining in den Zustand zu bringen, wie es am Renntag benötigt wird; Samstag: Abschlusstraining und Race-Check der Bikes; Sonntag: Race-Day; Montag: Heimreise. Hast du Rennfahrer die du lieber betreust? Wir sind ein Team in dem sich alle untereinander super verstehen. Somit sind alle meine Favoriten! Deine größten Missgeschicke? Ein verpatzter Laufradwechsel, welcher 25-30 Sekunden dauerte. Fotos: Team Felt Ötztal Xbionic; Team Topeak Ergon GEri ScHrEmpf, Team felT öTzTal Xbionic Ebenso witzig und charmant und v.a. auch sehr hilfsbereit durften wir ihn auf Zypern kennen lernen. Im folgenden Interview erzählt er uns seine Sicht der Dinge. "in Den ersTen maraThons hab ich geliTTen wie ein schwein, Dafür weiss ich aber jeTzT auch was in meinen jungs unD mäDels vor sich gehT wenn sie auf anschlag um Den kurs prügeln." 3 kurzE EinblickE in dEin lEbEn: lEbEnSmotto: von nix kommt nix. diESE pErSon inSpiriErt micH: personen deren antrieb überzeugung und leidenschaft sind. wo auf dEr wElt möcHtESt du alt wErdEn: im salzkammergut.

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Aus der Radsportszene Wie bist du zu diesem Beruf gekommen? Vor meinem Einsatz im Weltcupzirkus war ich in der Radtouristik tätig an verschieden Orten mit unterschiedlichen Veranstaltern. Meine letzte Station war auf Zypern. Dort habe ich vier Jahre verbracht und bin mit Rennfahrern und Teams in Kontakt gekommen die dort regelmäßig ihre Vorbereitung absolvierten. Wie es halt oft so ist kommt eins zum andern und ich wurde eines Tages gefragt ob ich nicht Interesse hätte, bei einem neu entstehenden Team als Teammechaniker dabei zu sein. Da ich nach vier Jahren Insel bereit war, sie wieder zu verlassen, hab ich zugesagt. Hattest du immer schon eine Verbindung zum Rennsport? Bist oder warst du selbst Rennfahrer? Ich bin eigentlich sehr spät zum Biken gekommen und hab dort auch meine Wettkampf Erfahrungen gemacht, würde mich selbst aber nicht als Rennfahrer bezeichnen. Vor meiner MTB-Zeit war ich auf Enduros unterwegs. Jedes freie Wochenende auf Ausfahrten, Treffen oder Rennen und im Urlaub gab es sowieso nur eins: Rucksack auf die Enduro geschnallt und ab in den Süden. Danach kam eine Zeit in der das Biken mehr Raum bekam und ich mich auch der einen oder andern Herausforderung gestellt habe. In den ersten Marathons hab ich gelitten wie ein Schwein. Dafür weiß ich aber jetzt auch, was in meinen Jungs und Mädels vor sich geht, wenn sie auf Anschlag um den Kurs prügeln. Wie kann man sich dein Leben vorstellen? Immer auf Reisen ? Es ist ein Leben bestimmt durch den Rennkalender, es gibt keine andern Prioritäten in dieser Zeit - alles andere wird zurückgestellt und hat sich dem unter zu ordnen. Du musst schon eine gewisse Leidenschaft mitbringen, um den Job ausüben zu können. Am Ende steht immer der Wunsch, Erfolg zu haben und aus den gegebenen Möglichkeiten das Maximale raus zu holen. Das viele Reisen dabei stört mich nicht. Deine skurrilsten Erlebnisse? Mein ganzes Leben ist eine Aneinanderreihung skurriler Erlebnisse! Zahlt sich dein Job aus? (Gehalt) Ob sich etwas für jemanden auszahlt ist Ansichtssache. Ich bin Selbstständig und verkaufe meine Leistung dem Team und kann damit ein selbst bestimmtes Leben führen. Was macht deinen Job außergewöhnlich? Ich denke, es ist die Komplexität der Anforderungen die an dich gestellt werden. Der Umgang mit den Bikes akribisch genau bis ins kleinste Detail; Vorausdenken was passieren könnte und wenn möglich abschaffen bevor es passiert; die logistische Bewältigung des eingesetzten Materials, all das mit der Deadline Renntag. Auf der anderen Seite hast du den Athleten, derjenige der die Leistung auf der Strecke bringen muss mit all den Hochs und Tiefs die eine lange Rennsaison mit sich bringt, da bist du auf allen Ebenen gefordert. Benötigt man für diesen Job eine spezielle Ausbildung bzw. welche Ausbildung hast du absolviert? In dieser Branche wirst du an deinen Erfolgen gemessen. Für den Mechaniker zählen in erster Linie die Anzahl an technischen Problemen, die während der Rennen auftreten, und was die Ursachen davon sind. Für das gesamte Betreuerteam ist es wichtig, ob sich der Fahrer in der gegebenen Struktur entwickeln und seine Leistung steigern kann oder ob sie stagniert. Ich bin gelernter Tischler, da bist du auf genaues Arbeiten trainiert; zudem bin ich auch noch Fitnesstrainer. Alles was ich über Bikes weiß, hab ich mir selbst angeeignet. Die vielen Jahre in der Radtouristik wo du ja auch für die Technik der Mieträder verantwortlich bist, waren eine gute Schule. Kannst du unseren Lesern einen Ablauf eines Weltcupwochenendes schildern? Welche Aufgaben hast du? Die Vorbereitung auf ein Weltcup Wochenende beginnt in der Teamzentral in der Werkstatt. Alle Wettkampfräder werden zerlegt, gereinigt und aufgebaut fürs Rennwochenende. Danach werden Bus und Trailer beladen und es geht los. Meist Dienstag, um genügend Zeit für den Aufbau des Fahrerlagers zu haben. Spätestens Mittwoch sind auch die Fahrer angekommen und absolvieren die ersten Trainingsrunden, es wird getestet und probiert um das schnellste Setup, die optimale Linie und bestmögliche Streckenkenntnis zu bekommen. In dieser Zeit versuche ich auch selbst eine Runde am Kurs zu laufen um einen Eindruck von der Strecke zu bekommen und die Techzone auszukundschaften. Ab Samstag steigt die Spannung, es findet das Abschlusstraining statt und das Bike wird danach Rennfertig gemacht für den großen Auftritt am Sonntag. Am Renntag bin ich in der Techzone und verpflege, mit meinen Kollegen Andi und Robby, unsere Athleten und wenn nötig kann ich in dieser Zone technischen Support leisten. Nach dem Rennen wird das Fahrerlager wieder abgebaut und es geht zurück zur Teamzentrale oder zum nächsten Rennen. Hast du Rennfahrer die du lieber betreust? Es gibt einfachere und schwierigere Aufgaben. In Sinne von "lieber betreuen" denk ich, gibt es das nicht, es geht immer um das gesamte Team. Es ist schon ein besonderes Erlebnis, wenn du mit deinen Fahrern Erfolge feiern kannst. Ich finde es aber auch schön, wenn du dem Nachwuchs etwas mitgeben kannst. Deine Größten Missgeschicke? Ich habe mir in Zypern in der Autotür meinen kleinen Finger gebrochen. So bled muaß ma moi duan! Foto: Küstenbrück - EGO Promotion

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must haves 1|mtb tracHtEn Langweilige Radoutfits waren gestern - der Hit der diesjährigen Bikesaison kommt aus Österreich! Das Zusammenspiel aus traditionellen Trachtendesigns mit hochwertiger Radlerhose und dem atmungsaktiven Funktionstrikot ist einzigartig und garantiert optimalen Bikespaß. Hol dir jetzt die neuen Outfits der mtb-trachten.com Kollektion. www.mtb-trachten.com Vkp: ab 74,00 EUR* Spirit & Lifestyle 2|outwEt k-zEro Outwet® K-Zero® heißt die Neuheit aus Italien. Die Antwort für alle Sport-Fans auf der Suche nach hoch-atmungsaktiver, High-Performance-Kleidung mit einer hervorragende Passform. Die neue Linie hat keine Rivalen: Labortests zeigten, dass K-Zero®, hergestellt aus Tepso® dynamic, die Körpertemperatur um mehr als 2 Grad Celsius senken und dadurch die Leistung des Athleten steigern kann. Praktisch: Die Unterwäsche wird unisize angeboten, die Einheitsgröße passt sich an jeden Körper an. Vkp: ab 99,90 EUR* 3|tEam rad.Sport.SzEnE trinkflaScHE Ab sofort erhältlich: Die offizielle Team RAD.SPORT.SZENE Ausseerland Trinkflasche im unverwechselbaren Virus-Design. Das trendige und funktionale Style-Accessoire für deine nächste Ausfahrt gibt es in der praktischen 750ml Ausführung. Natürlich lebensmittelecht und für den Geschirrspüler geeignet. Auch der Verschluss ist beständig, nicht wie bei manchen Erzeugnissen spröde sondern ebenfalls elastisch und stoßfest. Erhältlich im RAD.SPORT.SZENE Shop unter www.radsportszene.at/shop WERBUNG Vkp: 3,99 EUR* *unverb. empf. Richtpreis

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Aus der Radsportszene Charly´s singlEtrail training im Ötztal Als Alpinski-Rennläufer hat der Haiminger Charly Markt Söldens Pisten geschätzt. Als Cross-Country-Profi begeistert den Champ die Vielfalt der hochalpinen Sölder Trails. Text: Manfred Stromberg Fotos: Markus Greber Mein Fotorucksack wiegt mehr als das Mountainbike von Charly Markt. Wohl deshalb hat der Cross-CountryWeltcup-Profi bereitwillig zugestimmt, mit der Gondel zur Mittelstation der Gaislachkogelbahn zu schweben. Charly Markt wurde 2011 österreichischer Staatsmeister im Cross- Country und konnte kürzlich bei den Olympischen Spielen in London mit einem super Top-20-Platz seine Nominierung bestätigen. Seit 2007 ist der ehemalige Skirennfahrer Profi. Seit er sein Betriebswirtschaftsstudium abgeschlossen hat, kann er sich voll aufs Mountainbiken konzentrieren. Oben angekommen schiebt Charly seine Rennmaschine aus der Gondelstation. "Da ist ein lässiger Trail, den könnten wir eigentlich auch noch mitnehmen. Das mache ich immer, wenn ich genug Zeit für die Runde habe", ist sein spontaner Einfall. Zuerst habe ich Bedenken wegen der zusätzlichen Aufwärtsmeter, doch Charly überzeugt mich mit der Aussicht auf eine weitere Gondelfahrt. Da lasse ich mich nicht zweimal bitten und wir rollen zum Trail zur Goldeggalm. Fantastisch: Der Trail windet sich in vielen kleinen Kurven den Hang hinab und hat viel Flow. An Charlys Fahrtechnik zeigt sich sofort, dass er in den Bergen aufgewachsen ist. Im Sölder Lieblingsrevier findet der Profi alles für den Leistungsaufbau. Die Steilstücke meistert er souverän, mit komplett ausgefahrenem Sattel, wie es für XC-Profis üblich ist. Ich schieße ein paar Fotos, Charly schießt dafür immer wieder bereitwillig um die Kurven. Bei der nächsten Gondelfahrt erzählt Charly, dass er Mountainbiken ursprünglich als Sommertraining für seine Skikarriere begonnen hat. Der frühere FIS TopTen Super-G-Fahrer hat viel auf Ski in Sölden trainiert, doch als er dann ganz aufs Mountainbike wechselte, blieben ihm Sölden und das Ötztal erhalten. In seinem Lieblingsrevier findet er alles, was er zum professionellen Leistungsaufbau braucht: flache und steile Strecken und die optimale Infrastruktur. Seit 2010 hat Charly im Felt-Ötztal-X Bionic-Team auch seine Teamheimat gefunden. Heimat bekommt für einen World-Cup-Profi durchaus eine neue

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Aus der Radsportszene Im Sölder Lieblingsrevier findet der Profi alles für den Leistungsaufbau.

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Aus der Radsportszene Bedeutung - Trainingslager und 20 bis 25 Rennen pro Jahr lassen Charly bald ein Drittel des Jahres unterwegs sein. Da freut er sich aufs Zuhause, die Freundin und Familie - und auf die guten Bedingungen zum Fahren. Auf dem Weg von der Gondelbahn zum Traileinstieg genießen wir das wunderschöne Panorama. Naturgenuss spielt immer eine große Rolle im Mountainbiken, auch wenn man wie Charly einem strikten Trainingsplan folgen muss. Wir biegen links in den Trail zur Rettenbachalm ein. Größtenteils sanft bergab folgen wir ihm am Hang entlang, einige kurze Anstiege fordern uns aus dem Sattel in den Wiegetritt. Immer wieder muss ich den Fahrfluss unterbrechen, um die vielen schönen Ausblicke zu fotografieren. Ein tolles Steinfeld mit dem mäandernden Trail und Blick auf den Rettenbachferner ist ein tolles Motiv und erstklassiger Pausenort. Wanderer schauen sich Charlys Kurvenfahrten interessiert an. "Viele Trails im Ötztal sind für Wanderer und Mountainbiker gemeinsam ausgewiesen, das bedarf natürlich gegenseitiger Rücksichtnahme", meint Charly und lässt eine Familie auf dem Trail passieren. Nach dem kurzen Asphaltanstieg zur Rettenbachalm geht es kurz steil bergauf zu einem zügigen Singletrail. Danach, auf der Forststraße nach Hochsölden, erzählt Charly mir, dass der Anstieg von der Gaislachalm, den er mir erspart hat, "nicht ohne, ganz schön steil" sei. Er selbst macht ihn jedoch gerne zweimal als Trainingseinheit - und vor allem, um den lustigen Downhill zu fahren. Ich danke derweil im Stillen den Sölder Bergbahnen für ihre Existenz und Radmitnahme. Beim Sonnblick geht es auf dem Bergrücken wieder in den Wald hinein Richtung Haimbachalm. Ein kurzes Stück Asphalt, und wir biegen schon wieder ab in einen dieser typischen Sölder Singletrailträume: fester Boden, enge Kehren und gut umschiffbare Steine in Verbindung mit spaßigen Kurven. Zufrieden rollen wir in Sölden ein. Charly wirkt entspannt nach der Tour ohne Wettkampfstress. Nach einem Blick auf die Uhr hat er es aber dann doch wieder eilig: "Ich habe noch einen Massage-Termin, jetzt muss ich aber los!", ruft er und springt ins Auto. Bei allem Spaß - für einen Profi gibt´s nur knappe Freiräume. Und natürlich keine Gondeln für Anstiege.

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Überraschungen bei der Alpentour Trophy Neben einem der hochkarätigsten Starterfelder in der Geschichte der Alpentour hatte das Etappenrennen rund um Schladming auch einige Überraschungen zu bieten: #1 Der GesAmTsieG GehT An KrisTiAn hyneK Aus der Radsportszene "Das schönste für einen jungen Athleten ist es, wenn einem jene Fahrer Ihren Respekt aussprechen, die man bewundert." Der Tscheche spricht vom "größten Erfolg in meiner Karriere. Die Alpentour Trophy ist eines der wichtigsten MTB-Etappenrennen der Welt und bringt viele UCI-Punkte." Hynek zählt nun zu den Favoriten für die Marathon EM in Tschechien am 17. Juni. #3 Der ersT 21-jähriGe hermAnn PernsTeiner WirD Auf zWei eTAPPen besTer ÖsTerreicher "Nach einer katastrophalen ersten Nacht mit wenig Schlaf stand ich am Start der ersten Etappe. Im Laufe des Rennens arbeitete ich mich immer weiter nach vorne und konnte auf Platz 10 ins Ziel fahren. Mein Ziel deutlich übertroffen und dennoch wusste ich, dass mehr drinnen ist, wenn ich von Anfang an das Tempo mitgehen kann. Als ich am zweiten Tag beim Bergzeitfahren dann völlig leer auf der Schafalm ankam und ich einige Minuten später erfuhr, dass ich das Zeitfahren auf Platz 5 beendete und damit noch bester Österreicher war, wusste ich, dass ich mein Vorhaben einen Top 15 Platz zu erreichen, deutlich übertreffen könnte. Tag drei: Während des ersten langen Anstiegs hinauf zu Türlwandhütte ging ich volles Risiko, ich musste alles am Limit fahren, um in der Verfolgergruppe hinter dem Griechen Periklis zu bleiben. Ich landete auf Platz 7, war im Ziel völlig leer und blickte etwas besorgt auf den letzten Tag, vor allem weil meine Beine am Abend unglaublich schmerzten. Auf Gesamtplatz 7 in der Gesamtwertung und mit dem Willen, diesen bis aufs letzte zu verteidigen, stand ich bei strahlendem Sonnenschein am Start der letzten Etappe. Am ersten Anstieg hatte ich an diesem Tag große Mühe die Attacken der Gegner mitzugehen. Dennoch biss ich mich wieder in der Verfolgergruppe fest. Als es dann in den Berg hineinging wurde das Tempo ordentlich angezogen. Doch je länger der Anstieg dauerte, desto besser kam ich in Fahrt. Nach einer Abfahrt in der ich nichts riskierte, kam ich zum zweiten Mal als bester Österreicher und als fünfter ins Ziel. Ich beendete die Alpentour auf Platz 7 und habe meine Erwartungen bei weitem übertroffen. Noch wichtiger als die Platzierung ist mir aber die Erkenntnis, an der Marathon Weltspitze mit meinen erst 21 Jahren mitfahren zu können. Und das Schönste für einen jungen Athleten ist es, wenn einem jene Fahrer Ihren Respekt aussprechen, die man bewundert!" #2 Der Grieche PeriKlis isT Auf Den leTzTen beiDen eTAPPen unschlAGbAr Ilias Periklis attackiert auf der legendären Etappe hinauf zur Türlwand und baut seinen Vorsprung auf die Verfolgergruppe auf über 3 Minuten aus. Auch am Tag vier geht der Etappensieg an den griechischen Straßenund MTB Staatsmeister. Fotos: Regina Stanger, Björn Weichbold

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Olympiacountdown Teil3 Schon am 28. Juli starten für die Straßenfahrer die olympischen Radbewerbe und somit ist dies der finale Countdown für London 2012. In 20 Bewerben am Rad, werden Männer und Frauen um die Medaillen und um einen Eintrag in die olympischen Geschichtsbücher kämpfen. Radbewerbe sind seit den Spielen der Neuzeit ein fixer Bestandteil im Programm, jedoch gäbe es noch einige Disziplinen, die einen Olympiastatus mehr als verdient hätten. (zum Beispiel MTB Marathon!) Die olympische Radgeschichte begann logischerweise mit dem Straßenrennen, da sich die Radfahrer erst allmählich ins Gelände wagten. Straßenfahrer Martin Gaber recherchierte deshalb, wie sich seine Sportart im Laufe der vielen Olympiaden entwickelt hat. Fotos: MacX - Fotolia.com

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Olympiacountdown Teil3 Wie war das damals eigentlich? Die Geschichte des Straßenradsports bei den Olympischen Spielen Text: Martin Gaber egonnen hat die Geschichte der Olympischen Spiele schon 776 v. Chr. mit den Spielen der Antike. Wobei es Sportwettkämpfe in Olympia gab, die bis ins 11. Jahrhundert v.Chr. zurückreichen. 393 n.Chr. verebbte dann die Traditon dieser Spiele. Ob die Daten allerdings exakt stimmen, ist, wie bei den meisten Daten der Antike, fraglich. Klar ist aber, dass das, was wir heute oft als "Olympiade" bezeichnen, eigentlich nicht die Spiele selber sind, sondern der vierjährige Abstand zwischen diesen. Allerdings hatte das damals natürlich noch überhaupt nichts mit Radsport zu tun, womit wir die Spiele der Antike außen vor lassen können. Man mag bedenken, dass es die ersten von Muskelkraft betriebenen Fahrzeuge erst im 17. Jahrhundert - wohlgemerkt nach Christus - gab. Erst Karl Drais entwickelte 1817 in Mannheim das erste Laufrad und das erste Rad mit Pedalantrieb gab es in den 1860er Jahren. Also konzentrieren wir uns auf die Spiele der Neuzeit, denn da hatte der Radsport von Anfang an ein Wörtchen mitzureden. Diese finden seit 1896 (Athen) statt, Initiator damals war der Franzose Pierre de Coubertin und es wurden in sechs Bewerben, auf Bahn und Straße, Medaillen vergeben. Zur besseren Organisation der Spiele wurde damals auch noch das IOC (Int. Olympische Komitee) gegründet. Die darauf folgenden Spiele von 1900 und 1904 waren schlichtweg Flops. Sie fanden im Rahmen der Weltaus- stellungen in Paris bzw. St. Louis statt und zogen sich über mehrere Monate hin; von der Öffentlichkeit kaum beachtet. 1906 kehrten die Spiele - gegen den Willen des IOC, das für eine Rotation der Austragungsorte war - wieder nach Athen zurück. Sie wurden aber nur als "Zwischenspiele" bezeichnet und nie offiziell anerkannt. Ab 1908 (London) wurde die Olympiade wieder im Vierjahresrhythmus ausgetragen und nur durch die beiden Weltkriege unterbrochen. Mit den Spielen der Neuzeit begann auch die Geschichte des Straßenrennens der Herren bei Olympia. Dieses gewann vor 116 Jahren der Grieche Aristidis Konstantinidis, ausgetragen auf der Strecke von Athen nach Marathon und zurück (insgesamt 87km). Gerüchten zufolge soll er auf dem Rückweg nach Athen zweimal eine Panne gehabt haben und sich dann das Fahrrad eines Zuschauers ausgeliehen haben, um die letzten Kilometer zurückzulegen. Nach einigen Unterbrechungen - dafür gab es beispielsweise 1912 ein Einzelzeitfahren über 300 (!) Kilometer - stand das Straßenrennen seit 1948 wieder bei jeder Olympiade auf dem Programm. Bis 1992 waren bei Olympia nur Amateure zugelassen und erst seit Atlanta 1996 dürfen auch Profis um Gold wetteifern. Zweimal konnte übrigens noch kein Straßenfahrer bei Olympia siegen. Der Spanier Samuel Sanchez, Sieger von Peking, wäre 2012 der erste, dem dies gelingen könnte. Angesichts der Strecke in London, ist aber eher die Sprintergarde im Vorteil. Deshalb besteht auch aus österreichischer Sicht, ein Funken Hoffnung auf eine Olympiamedaille, da wir mit Bernhard Eisel einen Weltklasse Sprinter in unseren Reihen haben. Die Olympiasieger von 1896 in Athen 1986 wurde in Athen ein 12h Radrennen und ein Einzelzeitfahren über 333 1/3 Meter ausgetragen. Mit von der Partie damals beim 12-StundenRennen waren außerdem noch 5 Griechen, welche allesamt aufgaben. Der Tapferste nach knapp 10 Stunden, die anderen schon nach etwa 3 Stunden. Beim 333 1/3 Zeitfahren konnte sich ein Grieche den 2. Platz sichern. Griechenland hatte 1895 in Neu-Pahleron eigens dafür eine Zementbahn errichtet. Die Austragung erfolgte nur einmal, 13 Teilnehmer aus 5 Ländern starteten. www.retrolympics.de Adolf Schmal aus Wien, der den Engländer Keeping um nur 354 Meter auf den 2. Rang verwies und in 12h auf 314,997 km kam.

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Olympiacountdown Teil3 Osl, GehbAuer unD mArKT VerTreTen ÖsTerreich bei Den OlymPischen sPielen in lOnDOn. "Heiß umkämpft, wild umstritten, liegen für Österreichs Cross Country Fahrer nur drei Olympiatickets inmitten" Nachdem Lisi Osl bei den Damen sowieso schon Fixstarterin ist, gab es bei den Herren noch einen heißen Kampf, bis hin zum Stichtag. Nun ist es gewiss, für Österreich fahren Karl Markt und Alexander Gehbauer nach London. Konnte Markt bei fast allen Rennen unter Beweis stellen, wer die Nummer 1 im Lande ist, war es ein harter Fight um das begehrte Ticket Nummer 2. Während Christoph Soukup verletzungs- und krankheitsbedingt seine Chancen streichen musste, schnappte U23 Fahrer Alex Gehbauer seinem Kärntner Landsmann, Uwe Hochenwarter, den Startplatz vor der Nase weg. Knapper hätte diese Entscheidung allerdings kaum ausfallen können, was wieder einmal für die enorme Dichte im heimischen Bikesport spricht. TicKeT in Der TAsche lisi osl (li.), karl markt (oben re.) und alex gehbauer (unten re.) vertreten Österreich in london. Auch in unseren DeuTschsPrAchiGen nAchbArlänDern Während in Österreich schon mit letzten Kräften ums Olympiaticket gefahren wurde, geht es etwa in der Schweiz noch enger zu und der Kampf um die Tickets erforderte von den Fahrern schon in den Qualifikationsbewerben eine absolute Topform. Schon vorselektioniert für die Spiele wurde Nino Schurter im vergangenen September, doch für alle anderen Schweizer, von denen einem spontan schon mehr als eine Hand voll einfallen, die im Weltcup unter die ersten Fünf fahren können, war die Quali offen bis zum Schluss. Swiss Olympic hat nun folgende Fahrer und Fahrerrinnen für London nominiert: Ralph Näf, Florian Vogel, Katrin Leumann und Esther Süss. Von den drei Fahrern, die ebenfalls die Kriterien erfüllt hätten (Christoph Sauser, Lukas Flückiger und Fabian Giger), wird Fabian Giger als Ersatzfahrer mitgenommen. Bei den Damen waren es nur Süss und Leumann, die die Qualinormen erfüllt haben. Alle diese Namen werden wohl ein Wörtchen um die Medaillen mitreden können. Alles Gute in die Schweiz! Bei unseren deutschen Nachbarn gibt es mit Manuel Frumic, Moritz Milatz, Sabine Spitz und Adelheid Morath, auch gleich vier große Medaillenhoffnungen, die schon fix nominiert sind. Die Entscheidung, wer als dritter Herr nach London mitfährt, fällt zwischen Wolfram Kurschat, Jochen Käß und Markus Schulte-Lünzum erst nach Redaktionsschluss. Auch viel Glück nach Deutschland! Zwei Quotenplätze hat Österreich in der olympischen Triathlondistanz. Bei den Herren ergatterte der Salzburger Andreas Giglmayer, bei den Damen die Kärntnerin, Lisa Perterer den Startplatz. Fotos: Gehbauer; Manuel Schlüter; EGO Promotion; MacX - Fotolia.com; Lisa Perterer hArTer KAmPf PerTerer unD GiGlmAyr im TriAThlOn Am sTArT

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